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Visa Aktie: BNP Paribas stuft auf Strong-Buy

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 04:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Visa erhÀlt von BNP Paribas Exane eine Hochstufung auf Strong-Buy. Starke Quartalszahlen und ein WM-bedingter Transaktionsboom untermauern die positive EinschÀtzung.

Visa Aktie: BNP Paribas Exane stuft auf Strong-Buy hoch
Abstraktes Finanzbild mit leuchtenden Wolkenkratzern und digitalen Datenströmen als Symbol fĂŒr Marktwachstum. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die Experten von BNP Paribas Exane haben die Einstufung fĂŒr den Kreditkartenriesen Visa am 22. Juli 2026 angehoben. In einer aktuellen Analyse wird der Titel nun mit „Strong-Buy“ bewertet. Diese Hochstufung erfolgt in einem Umfeld, das von starken operativen Zahlen und einem signifikanten Anstieg des Transaktionsvolumens durch globale Großereignisse geprĂ€gt ist. WĂ€hrend die Marktkapitalisierung bei rund 600,82 Milliarden € liegt, blicken Investoren bereits gespannt auf die kommenden Quartalszahlen.

BNP Paribas Exane sieht deutliches Potenzial

Die Analysten von BNP Paribas Exane begrĂŒnden ihre optimistische EinschĂ€tzung mit der robusten GeschĂ€ftsentwicklung. Im zweiten Quartal konnte Visa die Erwartungen der Marktteilnehmer ĂŒbertreffen: Der Gewinn pro Aktie belief sich auf 3,31 US-Dollar und lag damit ĂŒber der SchĂ€tzung von 3,10 US-Dollar. Auch der Umsatz kletterte im Vorjahresvergleich um 17,1 Prozent auf 11,23 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu hat das Board von Visa ein AktienrĂŒckkaufprogramm in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar autorisiert.

Neben BNP Paribas Exane zeigen sich weitere InvestmenthĂ€user zuversichtlich. Barclays startete die Abdeckung der Aktie im Juli mit „Overweight“ und einem Kursziel von 420 US-Dollar. BMO bestĂ€tigte die Einstufung „Outperform“ und erhöhte das Kursziel auf 387 US-Dollar, wĂ€hrend Sanford C. Bernstein sogar einen Wert von 450 US-Dollar prognostiziert. Trotz dieser positiven Impulse verzeichnete das Papier am Mittwoch einen leichten RĂŒcksetzer und schloss bei 309,15 €. Damit ergibt sich seit Jahresbeginn eine Performance von 2,78 %.

Weltmeisterschaft treibt grenzĂŒberschreitenden Zahlungsverkehr

Aktuelle Daten von Visa belegen zudem einen massiven Anstieg der AktivitĂ€ten wĂ€hrend der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026. In den GastgeberlĂ€ndern Kanada, Mexiko und den USA stiegen die grenzĂŒberschreitenden Transaktionen um nahezu 20 Prozent. Besonders stark war der Zuwachs bei Besuchern aus Kolumbien, Puerto Rico und dem Vereinigten Königreich. In den USA verzeichneten StĂ€dte wie Boston, Miami und die Region Santa Clara/San Jose die höchsten Zunahmen bei persönlichen Ausgaben.

Technologisch zeigte sich bei dem Turnier ein deutlicher Trend zum kontaktlosen Bezahlen: Die Nutzung von Tap-to-Pay-Funktionen stieg um 12 Prozent. In Boston trieb das Event vor allem die UmsĂ€tze im Gastgewerbe an, wĂ€hrend New York City von einem Anstieg im Einzelhandel profitierte. Diese Entwicklungen unterstreichen die Rolle von Visa als zentraler Infrastrukturanbieter bei internationalen Großveranstaltungen, was sich auch in den Bilanzen institutioneller Partner widerspiegelt. So meldete Northern Trust fĂŒr das zweite Quartal einen Gewinnbeitrag vor Steuern in Höhe von 525,4 Millionen US-Dollar, der aus dem Verkauf von Visa-Anteilen resultierte.

Ausblick auf das dritte Quartal und technologische Innovationen

Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 28. Juli 2026, wenn Visa die Ergebnisse fĂŒr das dritte Quartal nach Börsenschluss bekannt geben wird. Analysten erwarten im Konsens einen Gewinn pro Aktie von 3,23 US-Dollar bei einem Umsatz von rund 11,38 Milliarden US-Dollar. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf der Entwicklung der operativen Cashflows liegen, die bereits im ersten Quartal 2026 um 25,7 Prozent auf 6,78 Milliarden US-Dollar gesteigert werden konnten.

ZusĂ€tzlich zur klassischen Zahlungsabwicklung treibt das Unternehmen seine Expansion in neue Technologiefelder voran. Im Juli startete die Visa Stablecoin Platform, die Unternehmen den Zugang zu Onchain-Zahlungen ermöglichen soll, beginnend mit dem Open USD. ErgĂ€nzt wird dies durch einen neuen KI-Finanzassistenten fĂŒr Banken, der als konversationsbasierte FĂŒhrung innerhalb von Banking-Apps fungiert. Diese Innovationen sollen laut Marktberichten dazu beitragen, die Marktposition gegen alternative Echtzeit-Zahlungssysteme und regulatorischen Druck bei Interbankenentgelten zu verteidigen.

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