Deutschland: 4,8 Millionen Menschen profitieren von höherem Mindestlohn
22.01.2026 - 08:56:36 | dpa.deNach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag im April 2025 knapp jedes achte BeschÀftigungsverhÀltnis (rund 12 Prozent) unterhalb des seit 1. Januar 2026 geltenden Mindestlohns von 13,90 Euro brutto pro Stunde.
Werden diese Jobs mit dem neuen Mindestlohn vergĂŒtet, ergibt sich fĂŒr die betroffenen BeschĂ€ftigten eine geschĂ€tzte Steigerung der Verdienstsumme um bis zu sechs Prozent beziehungsweise insgesamt 275 Millionen Euro, wie die Wiesbadener Statistiker errechnet haben.
Dabei wurde angenommen, dass alle betroffenen BeschĂ€ftigten mindestens den zuvor gĂŒltigen Mindestlohn von 12,82 Euro erhielten. Lohnsteigerungen nach April 2025 wurden nicht berĂŒcksichtigt.
Weitere Erhöhung ab 2027
Die durch eine Verordnung des Arbeitsministeriums geregelte Anhebung beruht auf einer Empfehlung der Mindestlohnkommission vom Juni. Anfang 2027 wird der Mindestlohn demnach weiter auf 14,60 Euro steigen. Davon werden nach SchĂ€tzungen des Statistischen Bundesamtes maximal sieben Millionen Jobs betroffen sein, fĂŒr die sich dann eine weitere Steigerung der Verdienstsumme um rund vier Prozent oder rund 315 Millionen Euro ergĂ€be.
Frauen profitieren nach Angaben des Bundesamtes hÀufiger als MÀnner von der Mindestlohnerhöhung, weil sie hÀufiger in gering bezahlten Jobs arbeiten. Bei den Branchen ist besonders stark das Gastgewerbe betroffen, wo geschÀtzt fast die HÀlfte (47 Prozent) aller Jobs von der Mindestlohnerhöhung profitieren. Auch in Land- und Forstwirtschaft (37 Prozent) profitieren viele BeschÀftigte.
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