Mehr Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal
11.04.2026 - 07:38:09 | dpa.de"Die derzeit hohen Ălpreise fĂŒhren im Nord-Ostsee-Kanal zu einem erhöhten Schiffsaufkommen", sagte der Leiter der Unterabteilung Seeschifffahrt in der Generaldirektion WasserstraĂen und Schifffahrt, Heiko Böschen, der Deutschen Presse-Agentur. "Denn durch die Kanalpassage sparen die Schiffe im Vergleich zur Skagenroute erhebliche Mengen an Treibstoff. 500 Schiffe mehr im MĂ€rz gegenĂŒber Februar belegen dies."
Insgesamt befuhren die kĂŒnstliche WasserstraĂe von Kiel nach BrunsbĂŒttel im MĂ€rz 1.988 Schiffe (MĂ€rz 2025: 1.973). Im Januar waren es insgesamt 1.785 Schiffe, im Februar 1.465. Beim relevanteren Faktor, den Ladungsmengen, zeigt sich nach Angaben der Behörde, dass im MĂ€rz im Vergleich zum Vorjahresmonat wieder mehr Ladungstonnen transportiert wurden: Im MĂ€rz 2026 waren es knapp 6,46 Millionen Tonnen, knapp 158.000 Tonnen mehr als vor einem Jahr. Im Januar lag die Ladungsmenge bei 5,94 Millionen, im Februar bei 5,07 Millionen Tonnen.
Alternative zur Skagen-Route
Die rund 100 Kilometer lange WasserstraĂe von BrunsbĂŒttel nach Kiel ist eine AbkĂŒrzung gegenĂŒber der Route um das dĂ€nische Skagen. Eine normale Kanalpassage dauert im Schnitt je nach SchiffsgröĂe acht bis zehn Stunden.
Zwischen Nord- und Ostsee befuhren die wichtige WasserstraĂe im vergangenen Jahr 22.262 Schiffe. 2024 waren es 24.866 gewesen. Das entspricht einem RĂŒckgang um fast 10,5 Prozent. DafĂŒr werden die Schiffe immer gröĂer. Die sogenannte Bruttoraumzahl, die rechnerische GesamtgröĂe eines Schiffes im Durchgangsverkehr von Kiel bis BrunsbĂŒttel und umgekehrt, stieg von 5.688 auf 5.750.
Die Schiffe transportierten 2025 auf dem Kanal rund 69,5 Millionen Tonnen Ladung. 2024 waren es knapp 75,6 Millionen Tonnen gewesen. Wegen der Sanktionen gegen Russland transportierten Schiffe 2025 nur rund 1,85 Millionen Tonnen von und zu den russischen HĂ€fen (2021: 14,22 Millionen).
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