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New York Schluss: Vorsicht vor den Zahlen von Alphabet und Tesla

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 22:35 Uhr | dpa.de

Vor den nachbörslich anstehenden Quartalsbilanzen mehrerer Tech-Schwergewichte haben sich die Anleger an den US-Börsen am Mittwoch zurückgehalten.

Neben Texas Instruments und IBM legten mit Alphabet und Tesla dabei auch zwei der "Magnificent 7" ihre Zahlen vor. Vor allem diese beiden dürften dann erst einmal die Richtung für den Technologiesektor und die Stimmung an den Märkten vorgeben, wie Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets erwartet.

"Nach der KI-Euphorie der vergangenen Monate zählt jetzt nicht mehr die Fantasie, sondern die Realität", sagte er. "Die Börse will steigende Umsätze, kräftige Gewinne und vor allem einen optimistischen Ausblick sehen. Wer liefert, wird belohnt. Wer enttäuscht, wird abgestraft."

Im Fokus bleiben außerdem die kriegerischen Auseinandersetzungen in Nahost, die trotz weiter deutlich steigender Ölpreise an den Börsen derzeit "erstaunlich entspannt" beobachtet würden, wie Molnar ergänzte.

Der von großen Tech-Konzernen dominierte Nasdaq 100 US6311011026 verlor 0,54 Prozent auf 28.998,10 Punkte, nachdem er allerdings tags zuvor um fast zwei Prozent gestiegen war. Der überwiegend mit Standardwerten bestückte Wall-Street-Index Dow Jones Industrial US2605661048 verlor 0,01 Prozent auf 52.218,58 Zähler. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 gab um 0,14 Prozent auf 7.498,96 Punkte nach.

Die Berichtssaison nimmt zunehmend Fahrt auf und die Nervosität der Anleger stieg, denn letztlich gingen Alphabet US02079K3059, Tesla US88160R1014 und IBM US4592001014 nach einem stabilen Handelsstart mit Verlusten zwischen 1,3 und 2,3 Prozent aus dem Tag. Bei der Google US02079K1079-Mutter herrscht Sorge darüber, ob sich die massiven Investitionen des Konzerns in Künstliche Intelligenz (KI) lohnen. Bei Tesla warten Anleger auf Neuigkeiten im Bereich Autonomes Fahren und Robotik und bei IBM rechnen Analysten mit einer Senkung der Jahresprognose. Die in diesem Jahr mit fast plus 70 Prozent bereits stark gelaufene Aktie von Texas Instruments US8825081040 dagegen legte vor dem Quartalsbericht um 1,0 Prozent zu.

Für die Aktien von AT&T US00206R1023 ging es um 3,5 Prozent nach oben. Der Telekomkonzern gewann im zweiten Quartal im Mobilfunkgeschäft fast ein Drittel mehr Neukunden als erwartet.

Mit etwas mehr als 6 Prozent sprangen die Anteilscheine von Philip Morris US7181721090 zeitweise auf ein Rekordhoch knapp unter 200 US-Dollar, bevor sie letztlich 3,3 Prozent höher schlossen. Umsatz und operativer Gewinn des Tabakkonzerns übertrafen im zweiten Quartal die durchschnittlichen Analystenschätzungen.

Für die Papiere von GE Vernova US36828A1016 ging es dagegen um 8,7 Prozent abwärts. Zwar hob der Energietechnikkonzern sein Jahresumsatzziel an, enttäuschte aber mit seinem Windkraftanlagen-Geschäft. Dort weitete sich der Verlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus, was Anleger nach der Kursrally seit Jahresbeginn von 65 Prozent zum Anlass nahmen, Gewinne mitzunehmen.

AMD US0079031078 gewannen 1,5 Prozent. Der Halbleiterhersteller und der KI-Forschungskonzern Anthropic kündigten eine strategische Partnerschaft zum Einsatz von AMD-GPUs mit einer Gesamtleistung von bis zu 2 Gigawatt an. Zudem hat AMD künftige Eigenkapitalinvestitionen in Anthropic in Höhe von bis zu 5 Milliarden Dollar zugesagt.

Nike US6541061031 litten im Dow Jones mit minus 1,8 Prozent darunter, dass der Sportartikelhersteller nach Angaben der zwei wichtigsten Vertriebspartner in China, TopSports und Pou Sheng, die Online-Liefermengen an diese aktiv reduziert./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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