EQS-News: Vorläufige Zahlen von paragon für 2025 zeigen starke Ergebnissteigerung trotz Umsatzrückgang (deutsch)
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 14:40 Uhr | dpa.deVorläufige Zahlen von paragon für 2025 zeigen starke Ergebnissteigerung trotz Umsatzrückgang
EQS-News: paragon GmbH & Co. KGaA / Schlagwort(e): Vorläufiges
Ergebnis/Vorläufiges Ergebnis
Vorläufige Zahlen von paragon für 2025 zeigen starke Ergebnissteigerung
trotz Umsatzrückgang
23.07.2026 / 14:40 CET/CEST
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Vorläufige Zahlen von paragon für 2025 zeigen starke Ergebnissteigerung
trotz Umsatzrückgang
* Umsatz in 2025 durch geringes Abrufniveau der Kunden bzw. Auslaufen
verschiedener Modelle um 18,6% auf 110,9 Mio. EUR zurückgegangen
* EBITDA ggü. Vorjahr um 0,6 Mio. EUR auf 14,9 Mio. EUR trotz Umsatzrückgang
gestiegen
* EBITDA-Marge verbessert sich auf 13,4% nach 10,4% im Vorjahr; Maßnahmen
und strikte Kostendisziplin wirken
* Das EBIT stieg von 3,3 Mio. EUR (2024) auf 5,2 Mio. EUR (2025) - eine
Steigerung um 58,3%
* Die EBIT-Marge verbesserte sich von 2,4% im Vorjahr auf 4,7% in 2025
* Konzernergebnis steigt um 7,9 Mio. EUR auf positive 1,2 Mio. EUR
* Automotive-Auftragseingang mit 215 Mio. EUR; sehr ermutigende
Auftragsbasis für 2028ff.
* Prognose für 2026 bei 110 Mio. EUR bis 115 Mio. EUR Umsatz mit einer
EBITDA-Marge von 13%
Delbrück, 23. Juli 2026 - paragon [ISIN DE0005558696] gibt vorläufige Zahlen
für das Jahr 2025 bekannt. Zwar ist der Umsatz im vergangenen Jahr auf 110,9
Mio. EUR zurückgegangen, doch gleichzeitig konnte durch die durchgeführten
Maßnahmen und Kostendisziplin das EBITDA um 0,6 Mio. EUR auf 14,9 Mio. EUR
gesteigert werden. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 13,4% (Vj. 10,4%).
Das Konzernergebnis ist nunmehr positiv. Der ostwestfälische Autozulieferer
will im laufenden Jahr die Umsätze auf dem Niveau 110 bis 115 Mio. EUR halten
und eine EBITDA-Marge von 13% erzielen. Neue Aufträge werden erst in
2027/2028 spürbar zum Umsatz beitragen. Endgültige Zahlen werden nach
Abschluss der Prüfungshandlungen der Wirtschaftsprüfer veröffentlicht.
Die Abrufe der Kunden von paragon verblieben im vergangenen Jahr auf
niedrigem Niveau und gingen wegen der Absatzschwierigkeiten der
Autohersteller in China, dem US-Zoll-Thema und dem durch die EU-Regeln für
den Cyberschutz erzwungenen Stopp einiger Fahrzeugplattformen teilweise
weiter zurück. Das konnten neue Aufträge noch nicht kompensieren. Das neue
Geschäftsfeld "Consumer Products" hat aus vielen Gründen noch nicht
gezündet.
Die durch die Autohersteller prognostizierte Besserung in der zweiten
Jahreshälfte 2025 blieb aus. Das Geschäft mit Porsche und chinesischen
Kunden belebte sich zwar, doch konnte das insgesamt geringere Abrufniveau
der restlichen Kunden nicht ausgleichen. Bei den TOP3-Kunden machten sich
besonders die schlechten Verkaufszahlen in China bemerkbar.
Der Auftragseingang im vergangenen Jahr erreichte mit 215 Mio. EUR über die
Laufzeit eine rekordverdächtige Höhe. 2024 waren es noch ca. 200 Mio. EUR.
Klaus Dieter Frers, Gründer und CEO von paragon: "Auch wenn wir uns der
weltweiten Nachfrageschwäche nach höherwertigen Fahrzeugen also nicht
entziehen konnten, so hat das nichts mit unseren mittelfristigen
Geschäftsaussichten zu tun. Unsere Zukunft ist von den Aufträgen und
Auftragserwartungen her als sehr ermutigend zu bezeichnen."
paragon arbeitet konstant an neuen Produkten, neuen Kunden und weiteren
Absatzregionen, um Umsätze und Ergebnisse zu steigern.
Frers weiter: "Besonders hervorzuheben ist dabei unser Plasma-Filter
DustProtect; hier haben wir schon unseren fünften Auftrag bekommen, zuletzt
auf Basis der nunmehr verfügbaren zweiten Generation, die beliebig
skalierbar und plattform- und herstellerübergreifend applizierbar ist.
Fahrzeughersteller in Europa, China, USA, Kanada und Mexiko nutzen diese
Spitzentechnologie in Fahrzeugen der Kompaktklasse über Vans bis hin zur
Oberklasse."
Zu den weiteren Wachstumsprodukten zählen auch hochwertigen Klapptische, die
in unterschiedlichen Versionen weltweit - auch in chinesischen Fahrzeugen -
zum Einsatz kommen und zu einem bedeutenden Umsatzfaktor werden.
Der Umsatz von paragon ist zwar im Berichtszeitraum von 136,2 Mio. EUR auf
110,9 Mio. EUR um 18,6% zurückgegangen; berücksichtigt man die Umsatzabgabe
des Starterbatteriegeschäfts (2,4 Mio. EUR wurden noch in 2024 erzielt), so
beträgt der allein durch das geringere Abrufniveau bzw. das Auslaufen von
Fahrzeugplattformen verursachte Umsatzrückgang 22,9 Mio. EUR oder 16,8%. Durch
die laufenden Effizienzsteigerungsprogramme und striktes Kostenmanagement
konnte die EBITDA-Quote mit 13,4% (Vorjahr 10,4%) sogar deutlich verbessert
werden. Das EBITDA entwickelte sich von 14,2 Mio. EUR in 2024 auf 14,9 Mio. EUR
im Berichtsjahr. Parallel stieg das EBIT von 3,3 Mio. EUR (2024) auf 5,2 Mio.
EUR (2025) - eine Steigerung um 58,3%! Die EBIT-Marge verbesserte sich von
2,4% im Vorjahr auf 4,7% in 2025. Das machte sich auch im Konzernergebnis
bemerkbar, das um 7,9 Mio. EUR zum Vorjahr auf nunmehr positive 1,2 Mio. EUR
anstieg. Frers: "Auf diese Ergebnisse inmitten einer Absatzschwäche der
Branche sind wir sehr stolz! Schritt für Schritt stärken wir unsere
Finanzkraft".
Zu den Maßnahmen der Stärkung der Finanzkraft gehört auch die Erweiterung
der finanziellen Spielräume. Der Geschäftsführung liegt eine schriftliche
Finanzierungszusage über einen zweistelligen Millionenbetrag vor und
erwartet den Geldfluss in Kürze.
Bei der Beurteilung der Ergebnisse des Berichtsjahres muss berücksichtigt
werden, dass ein Vergleich mit früheren Zahlen nicht bzw. nicht mehr einfach
möglich ist. Im Zuge der Aufstellung des Geschäftsberichts für das
Wirtschaftsjahr 2025 mussten regulatorische Änderungen hinsichtlich der
Buchung immaterieller Vermögensgegenstände vorgenommen werden.
Die Geschäftsführung von paragon erwartet im Bereich Automotive aufgrund der
weiterhin verhaltenen Abrufe der Kunden für 2026 einen Umsatz in einer
Spanne von 110 bis 115 Mio. EUR, was in etwa dem Umsatz des Jahres 2025
entsprechen würde. Die EBITDA-Marge soll unter Berücksichtigung der
berichteten Änderungen in der Buchführung bei 13% liegen. Hier wirken die
o.g. Anpassungen nach, so dass wie schon erwähnt ein direkter Vergleich mit
den Ergebniszahlen der Jahre 2024 und davor nicht möglich ist.
Die Verzögerung der Veröffentlichung des testierten Abschlusses für 2025 ist
neben den erwähnten Gesprächen bzgl. einer Finanzierung vor allem im
Zusammentreffen diverser externer Sachverhalte begründet. Der Wechsel auf
einen neuen Wirtschaftsprüfer der Big4 bedeutete einen erheblich erhöhten
Prüfungsaufwand, der die ursprüngliche Zeitplanung überforderte. Der
Wirtschaftsprüfer musste sich erst mit dem Geschäftsmodell des
Technologieunternehmens paragon vertraut machen, das sich von anderen
Autozulieferern deutlich unterscheidet. Die oben erwähnte Änderung der
Buchungssystematik auch für das Vorjahr war für das Finanzwesen extrem
zeitaufwändig, weil sämtliche Entwicklungsprojekte entsprechend analysiert
und umgebucht werden mussten. Die Einführung einer neuen Software in der
Buchhaltung und der beabsichtigte Wechsel vom Prime Standard in das
Scale-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse spielten dabei ebenfalls mit
herein.
Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der Wirtschaftsprüfer seine
Prüfungshandlungen einschließlich Berichtskritik in wenigen Wochen beendet
und der Geschäftsbericht 2025 nunmehr am 26.08.2026 veröffentlicht werden
kann.
Seit über 25 Jahren ist paragon am Prime-Standard der Frankfurter Börse
gelistet. Allerdings ist die Geschäftsführung von paragon der Auffassung,
dass dieser Handelsplatz nicht mehr der richtige für ein Unternehmen der
Größe von paragon ist. Angesichts der hohen Kosten für Administration und
Regulatorik wird ein Segmentwechsel in Scale, dem Börsensegment für
wachstumsorientierte kleine und mittlere Unternehmen der Frankfurter
Wertpapierbörse, betrieben. Die Öffentlichkeit wurde per Ad hoc-Mitteilung
darüber am 22. April 2026 informiert. Die Geschäftsführung rechnet damit,
dass der Segmentwechsel nach der Veröffentlichung des Geschäftsberichts
vollzogen werden kann.
Über die paragon GmbH & Co. KGaA
Die im Regulierten Markt (Prime Standard) der Deutsche Börse AG in Frankfurt
a.M. notierte paragon GmbH & Co. KGaA (ISIN DE0005558696) entwickelt,
produziert und vertreibt zukunftsweisende Lösungen im Bereich der
Automobilelektronik, Karosserie-Kinematik und Elektromobilität. Zum
Portfolio des marktführenden Direktlieferanten der Automobilindustrie zählen
im Segment Elektronik innovatives Luftgütemanagement, moderne
Anzeige-Systeme sowie akustische High-End-Systeme. Im Segment Mechanik
entwickelt und produziert paragon aktive mobile Aerodynamiksysteme. Im
schnell wachsenden automobilen Markt für Batteriesysteme liefert paragon mit
dem Geschäftsbereich Power Batteriemanagement-Systeme und Antriebsbatterien.
Neben dem Unternehmenssitz in Delbrück (Nordrhein-Westfalen) unterhält die
paragon GmbH & Co. KGaA bzw. deren Tochtergesellschaften Standorte in Suhl
(Thüringen), Landsberg am Lech und Nürnberg (Bayern), St. Georgen
(Baden-Württemberg), Limbach (Saarland) sowie in Kunshan (China), Detroit
(USA), Bengaluru (Indien) und Oroslavje (Kroatien).
Mehr Informationen zu paragon finden Sie unter www.paragon.ag.
Ansprechpartner Kapitalmarkt Ansprechpartner Presse
paragon GmbH & Co. KGaA paragon GmbH & Co. KGaA
Klaus Dieter Frers Brigitte Frers
Bösendamm 11 Bösendamm 11
D-33129 Delbrück D-33129 Delbrück
Phone: +49 (0) 52 50 - 97 62-100 Phone: +49 (0) 52 50 - 97 62-142
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