DWD warnt vor GlÀtte
27.01.2026 - 07:05:04 | dpa.deFuĂgĂ€nger mĂŒssen sich auf glatte Wege einstellen.
In der Nacht blieb es zunĂ€chst weitestgehend ruhig, es kam nur zu wenigen GlĂ€tteunfĂ€llen. Verletzte gab es bisher nicht. Selbst im verschneiten Nordbayern entspannte sich die Lage etwas, wie PolizeiprĂ€sidien mitteilten. In Teilen Frankens bleiben allerdings zahlreiche StraĂen vorsorglich auch am Morgen gesperrt, weil BĂ€ume umstĂŒrzen oder Ăste abbrechen könnten.
Ist die Wettergefahr gebannt?
Bereits am Montag hatten Fahrer, Reisende und FuĂgĂ€nger mit den Folgen von Schnee und Eisregen zu kĂ€mpfen - und wurden auf eine Geduldprobe gestellt. Am Reiskirchener Dreieck bei GieĂen etwa harrten Menschen stundenlang in ihren Autos aus. Sie wurden vom Deutschen Roten Kreuz und der Feuerwehr mit GetrĂ€nken und Decken versorgt, sagte ein Sprecher des PolizeiprĂ€sidiums Mittelhessen.
Die Glatteisgefahr ist allerdings noch nicht gebannt: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet in den nÀchsten Tagen einen Mix aus Regen und Schnee. Vor allem in der Mitte Deutschlands ist mit gefrierendem Regen zu rechnen.
Der DWD gab fĂŒr groĂe Teile Deutschlands eine Warnung vor markanter GlĂ€tte heraus. Sie galt bis in den spĂ€ten Dienstagmorgen hinein von Hamburg bis zur Mitte Bayerns, fĂŒr groĂe Gebiete Nordrhein-Westfalens. Es wurde empfohlen, nicht notwendige Fahrten und Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Auch in anderen Landesteilen wurde GlĂ€tte nicht ausgeschlossen.
Ist bei der Bahn weiter mit Behinderungen zu rechnen?
Mit Weichenstörungen, vereisten Oberleitungen und Schneeverwehungen hatte die Bahn zu Wochenstart zu kĂ€mpfen. Heute will sie wieder FernverkehrszĂŒge in Richtung Ostsee fahren lassen. Mit Betriebsbeginn am Morgen sollten die Verbindungen wieder aufgenommen werden, teilte das Unternehmen mit. Zu Wochenbeginn fuhr kein Fernverkehr auf den Strecken Berlin-Stralsund und Berlin-Rostock. Behinderungen gab es in anderen Regionen.
Mit Blick auf Prognosen, wonach es am Dienstagnachmittag in Teilen Nordrhein-Westfalens, Hessens und Baden-WĂŒrttembergs gefrierenden Regen mit erheblicher GlĂ€ttegefahr geben könnte, schrieb die Bahn: "Das kann zu Vereisungen von Weichen und Oberleitungen fĂŒhren und den Bahnverkehr vorĂŒbergehend beeintrĂ€chtigen."
In Berlin fahren auch am Morgen keine StraĂenbahnen
Eine Front mit NiederschlĂ€gen ĂŒberquerte Deutschland seit Sonntagabend von SĂŒdwesten nach Nordosten. Auf glatten StraĂen ereigneten sich bereits zu Wochenbeginn Hunderte UnfĂ€lle. Meist blieb es bei BlechschĂ€den. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Auf einigen Autobahnabschnitten blieben nach starkem Schneefall Lastwagen liegen und blockierten die Strecken.
In Berlin wurde der StraĂenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen eingestellt. Der Verkehr bleibe auf jeden Fall am Vormittag weiter eingestellt, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe mit. "Solange sich die Temperaturen kaum ĂŒber null Grad bewegen, bildet sich immer wieder neues Eis. Die Enteisung der Oberleitungen dauert daher an."
FĂ€llt erneut die Schule aus?
Zu Wochenbeginn kam mancherorts auch der Busverkehr zum Erliegen - deswegen blieben viele Schulen geschlossen. Auch heute dĂŒrfte nicht alles nach Plan laufen: Wegen des Winterwetters mit heftigen SchneefĂ€llen haben mehrere frĂ€nkische Landkreise den PrĂ€senzunterricht abgesagt. Nach einer Liste des Kultusministeriums soll es in mehreren Landkreisen sowie in den StĂ€dten NĂŒrnberg, Erlangen, Forchheim, Bamberg und FĂŒrth keinen Unterricht an den Schulen geben.
Winterchaos in den USA
Auch wenn groĂe Teile Deutschlands unter einer weiĂen Schneedecke liegen - die Menge reicht nicht an die Schneemassen in den USA heran. In vielen US-StĂ€dten mĂŒssen sich die Menschen wegen eines verheerenden Wintersturms durch regelrechte Schneehaufen kĂ€mpfen. Im New Yorker Central Park lag der Schnee laut dem Sender CBS News am Sonntag mit fast 30 Zentimetern so hoch wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen.
FĂŒr fast 90 Millionen Menschen des Landes galten am Montag Warnungen vor extremer KĂ€lte des US-Wetterdienstes. Die Auswirkungen von EiseskĂ€lte und Schneesturm forderten Medienberichten zufolge bereits mehrere Tote. Gut eine halbe Million Stromkunden waren am Montagabend (US-OstkĂŒstenzeit) von VersorgungsausfĂ€llen betroffen.
In Washington bleiben öffentliche Schulen heute geschlossen. Die chaotische Situation im Flugverkehr mit haufenweise AusfĂ€llen dĂŒrfte sich in den nĂ€chsten Tagen aber etwas bessern.
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