ROUNDUP, VW-Holding

VW-Holding Porsche SE kämpft mit Schwäche der Beteiligungen - Kursminus

Veröffentlicht: 26.03.2026 um 14:20 Uhr, dpa.de

Die VWDE0007664039-Dachgesellschaft Porsche SE DE000PAH0038 hat die schwierige Lage bei ihren Kernbeteiligungen auch im vergangenen Jahr zu spüren bekommen.

Das um Wertberichtigungen angepasste Ergebnis nach Steuern sank 2025 um gut acht Prozent auf 2,89 Milliarden Euro, wie die Holding am Donnerstag mitteilte. Damit liegt das Unternehmen am oberen Ende seiner gesenkten Erwartungen. 2024 hatte der bereinigte Gewinn noch bei 3,15 Milliarden Euro gelegen. Die Dividende je im Dax DE0008469008 notierter Vorzugsaktie soll 1,51 Euro betragen - 40 Cent weniger als ein Jahr zuvor. Die Aktie verlor.

Das Papier sank am Nachmittag um 3,2 Prozent auf 31,04 Euro und lag damit in der Schlussgruppe des deutschen Leitindex. In diesem Jahr hat der Kurs bereits mehr als ein Fünftel eingebüßt. Die Prognose der Automobil-Holding für den bereinigten Nettogewinn 2026 liege unter der Konsensschätzung, sagte ein Händler. Die Zielspanne sei sehr breit, im ungünstigsten Fall unterbiete das Nettoergebnis die Konsensprognose um mehr als die Hälfte. Auch die in Aussicht gestellte Dividende je Vorzugsaktie bleibe hinter der Markterwartung zurück.

In der Holding bündeln die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch ihre Anteile am Volkswagen DE0007664039-Konzern und dem Sport- und Geländewagenbauer Porsche AG DE000PAG9113. Sie investieren aber auch in weitere Bereiche. 2025 hatten sie angekündigt, stärker vom Verteidigungs- und Sicherheitssektor profitieren zu wollen.

Das angepasste Ergebnis ist eine zentrale Steuerungsgröße des Porsche-SE-Managements. Dabei sind vor allem Wertberichtigungen ausgeklammert. Unter dem Strich lag der Gewinn 2025 bei 2,65 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte die Holding wegen hoher Abschreibungen auf die Beteiligungen an Volkswagen und Porsche einen Verlust von gut 20 Milliarden Euro verbucht.

Probleme bei VW und Porsche belasten

Der Konzern und insbesondere der Sportwagenbauer mit dem Familiennamen hatten 2025 unter anderem mit geopolitischen Herausforderungen, den US-Zöllen und stärkerem Wettbewerb zu kämpfen. Bei Porsche kosteten außerdem die strategische Kehrtwende bei Elektroautos mehrere Milliarden. Der Gewinn beider Unternehmen brach deutlich ein.

Sowohl Volkswagen als auch die Tochter Porsche müssen daher sparen. Bis 2030 sollen im gesamten Konzern 50.000 Stellen wegfallen. "Wir haben die klare Erwartungshaltung an das Management sowohl der Volkswagen AG als auch der Porsche AG, dass sie die herausfordernde Situation als Chance betrachten, die strategischen Anpassungen umzusetzen", sagte Porsche-SE-Vorstandschef Hans Dieter Pötsch laut Mitteilung.

Schulden sinken leicht

Die Nettoverschuldung lag Ende 2025 bei 5,1 Milliarden Euro - und damit etwas niedriger als ein Jahr zuvor. Über die Holding hatten sich die Familien 2022 beim Börsengang der Porsche AG 25 Prozent plus einer Aktie der Stammaktien gesichert, dafür aber Schulden in Milliardenhöhe aufgenommen.

2026 geht das Management um Pötsch von einem bereinigten Ergebnis nach Steuern zwischen 1,5 und 3,5 Milliarden Euro aus. Die Schulden sollen zwischen 4,7 und 5,2 Milliarden Euro liegen.

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