ROUNDUP, VW-Konzern

VW-Konzern und Mercedes verkaufen weniger Autos

Veröffentlicht: 12.01.2026 um 15:40 Uhr, dpa.de

Vor allem wegen Rückschlägen bei den Verkaufszahlen in China und in den USA haben der VW DE0007664039-Konzern und Mercedes DE0007100000-Benz DE0007100000 im vergangenen Jahr weniger Autos verkauft.

Beide Autobauer legten am Montag ihre Absatzzahlen für 2025 vor.

Der VW-Konzern lieferte 2025 weltweit 8,98 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken an seine Kunden aus. Das waren 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie die Wolfsburger mitteilten. Bei Mercedes fiel der Rückgang deutlicher aus. Die Schwaben setzten mit rund 2,16 Millionen Pkw und Vans zehn Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr an die Händler ab.

Bereits vergangene Woche hatte Mercedes-Konkurrent BMW DE0005190003 seine Verkaufszahlen veröffentlicht. Die Münchener verzeichneten ein kleines Plus von 0,5 Prozent, wie der Konzern mitteilte. 2,46 Millionen Fahrzeuge verkaufte BMW demnach an seine Kunden.

Die Zahlen sind angesichts der etwas unterschiedlichen Berechnung nicht eins zu eins miteinander vergleichbar, zeigen aber dennoch eine Entwicklung auf. Finanzkennzahlen für das vergangene Jahr liegen bisher nicht vor, diese veröffentlichen die Dax DE0008469008-Unternehmen im Laufe des ersten Quartals.

VW-Konzern

In Europa legte Europas größter Autobauer zwar zu. 3,38 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken wurden hier ausgeliefert, 3,8 Prozent mehr als 2024. Das konnte Rückgänge in China und Nordamerika aber nicht ausgleichen. "Insbesondere die intensive Wettbewerbssituation in China sowie die Zölle und der Entfall der Elektro-Förderung in den USA haben unser Geschäft beeinträchtigt", sagte Audi-Vertriebsvorstand Marco Schubert, der das Ressort auch im Gesamtkonzern betreut.

In China, wo der Konzern mit dem harten Preiswettbewerb lokaler Elektroautoanbieter kämpft, wurden 2025 noch 2,69 Millionen Fahrzeuge an die Kunden übergeben, 8 Prozent weniger als im Vorjahr. In Nordamerika, wo Europas Autobauer unter den neuen Zöllen von Präsident Donald Trump leiden, sackte die Zahl der Auslieferungen um 10,4 Prozent auf 946.800 Fahrzeuge ab.

Kräftig zulegen konnten vor allem die Verkäufe reiner Elektroautos. Weltweit wurden im Gesamtjahr 983.100 E-Autos aller Konzernmarken ausgeliefert, fast ein Drittel mehr als 2024. In Europa ging es sogar um 66 Prozent nach oben. Fast jeder neunte Neuwagen aus dem Konzern war 2025 ein Batteriewagen.

Angaben zu den einzelnen Marken machte VW noch nicht. Zum VW-Konzern zählen neben der Kernmarke Volkswagen DE0007664039 unter anderem auch Audi und der Sportwagenbauer Porsche AG DE000PAG9113.

Mercedes-Benz

Die Stuttgarter gliedern ihren Absatz nach Pkw und Vans. Pkw verkaufte Mercedes demnach insgesamt etwas über 1,8 Millionen, was einem Rückgang von neun Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Die Vans verzeichneten einen Rückgang von elf Prozent auf 359.100 Fahrzeuge. Rein elektrisch war bei den Pkw knapp jeder zehnte Wagen.

In China, wohin Mercedes mit 551.900 Pkw noch immer fast ein Drittel aller Autos lieferte, fiel der Rückgang mit 19 Prozent besonders deutlich aus. Dort sitzt das Geld nicht so locker wie früher. Hinzu kommt, dass der Wettbewerb durch neue einheimische Unternehmen stark zugenommen hat. In Deutschland blieben die Schwaben mit 213.200 Fahrzeugen auf Vorjahresniveau.

In den USA hätten sich unter anderem die Zölle auf den Konzernabsatz ausgewirkt, teilte der Dax-Konzern mit. Mercedes verkaufte dort im vergangenen Jahr rund 285.000 Fahrzeuge, was einem Rückgang von zwölf Prozent entspricht.

Hoffnungen machen dem Dax-Konzern neue Modelle. Die Kundenaufträge für den im vergangenen Jahr vorgestellten neuen elektrischen CLA und GLC lägen deutlich über den Erwartungen, hieß es laut Mitteilung. In diesem Jahr soll dann unter anderem eine neue Version der S-Klasse vorgestellt werden.

BMW

Auch bei BMW drückte das China-Geschäft deutlich auf die Zahlen. Die dortige Marktschwäche hatte im Herbst dazu geführt, dass der Münchener Konzern eine Gewinnwarnung veröffentlichte. Doch die Verkäufe in Europa und den USA, aber auch die Tochtermarke Mini bewahrten BMW vor einem weiteren Jahr mit schrumpfenden Auslieferungen.

Konkret verkaufte BMW in Europa im vergangenen Jahr 1,02 Millionen Autos, 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr. In den USA waren es 417.638, was ein Plus von 5 Prozent bedeutet. In China ging es allerdings um 12,5 Prozent nach unten auf 625.527 Autos.

de | boerse | 68480821 |

Weitere Meldungen

VW-Lkw-Holding Traton verdient operativ mehr als erwartet Die VW DE0007664039DE0007664039-Nutzfahrzeugtochter Traton DE000TRAT0N7 hat beim Gewinn für das abgelaufene Quartal besser abgeschnitten als von Experten erwartet. (Boerse, 14.07.2026 - 11:21) weiterlesen...

VW-Krise ohne Schließungen? Blume: 'Intelligentere Lösungen' Nach den Medienberichten über die Streichung von mehr als 100.000 Stellen geht in der Belegschaft von Volkswagen DE0007664039 die Angst vor der Schließung von ganzen Standorten um. (Boerse, 12.07.2026 - 16:53) weiterlesen...

Blume kündigt größte Neuausrichtung in VW-Geschichte an Nach der Sitzung des VW DE0007664039-Aufsichtsrates zu möglichen weiteren Einsparungen bekräftigt Konzernchef Oliver Blume das Ziel, den Autobauer neu auszurichten. (Boerse, 10.07.2026 - 10:21) weiterlesen...

Ringen um VW-Sparpläne - Modellpalette schrumpft (Aktualisierung: Ergebnisse der Sitzung nach Abschluss)WOLFSBURG/OSNABRÜCK/STUTTGART - Der VW DE0007664039-Konzern streicht seine Modellpalette deutlich zusammen. (Boerse, 09.07.2026 - 23:03) weiterlesen...

VW-Aufsichtsrat endet ohne Klarheit zu Sparplänen VW DE0007664039 macht nach der Sitzung seines Aufsichtsrates zu möglichen Einsparungen weiter keine Angaben zu möglichen Werksschließungen und Stellenabbau. (Boerse, 09.07.2026 - 22:22) weiterlesen...

Ringen um VW-Sparpläne - Bundesweite Proteste WOLFSBURG/OSNABRÜCK/STUTTGART - Die IG Metall wehrt sich mit bundesweiten Aktionen gegen drohende Werksschließungen und einen weiteren Stellenabbau bei Volkswagen DE0007664039. (Boerse, 09.07.2026 - 17:28) weiterlesen...