Warken will Krankheits-Vorbeugung ausbauen
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 17:45 Uhr, dpa.deDas Gesundheitssystem leiste eine hochwertige und umfassende Versorgung im Krankheitsfall, sagte die CDU-Politikerin anlĂ€sslich einer Auftaktveranstaltung fĂŒr eine geplante PrĂ€ventionsoffensive. "KĂŒnftig mĂŒssen wir aber noch besser darin werden, Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen." PrĂ€vention sei keine Nebensache. Angebote sollten stĂ€rker im Alltag verankert werden.
Im Blick stehen unter anderem verpflichtende Einladungen von Kindern und Jugendlichen zu Vorsorgeuntersuchungen, wie es aus Ministeriumskreisen hieĂ. ZunĂ€chst berichtete der "Tagesspiegel" darĂŒber. Konkret geht es um die U-Untersuchungen U10 fĂŒr Grundschulkinder von sieben oder acht Jahren und J1 fĂŒr Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren. Bei der geplanten Pflegereform sollen Versicherte ĂŒber 60 Jahren Anspruch auf einen "Check-up 60 plus" bekommen. FrĂŒhzeitiges Eingreifen solle dabei die SelbststĂ€ndigkeit möglichst lange erhalten und PflegebedĂŒrftigkeit verhindern, verzögern oder abmildern.
ĂrzteprĂ€sident Klaus Reinhardt warb dafĂŒr, PrĂ€vention ĂŒber den gesamten Lebenszyklus von Schwangerschaft und Geburt bis ins hohe Alter umzusetzen. "Wer heute in wirksame PrĂ€vention investiert, verhindert morgen vermeidbare Erkrankungen." Die Ausgaben dafĂŒr bei den gesetzlichen Krankenkassen sind nach Angaben des Spitzenverbands im vergangenen Jahr auf 734 Millionen Euro gestiegen. "Dieses Engagement kommt an Grenzen", sagte Verbandschef Oliver Blatt. "Wir sprechen ĂŒber eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe."
