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Warner Bros. Discovery Aktie: Richterin stoppt Deal

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 19:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Gericht setzt geplanten Zusammenschluss von Warner Bros. Discovery und Paramount Skydance vorerst aus. Eine Anhörung Anfang August soll über die Zukunft des Deals entscheiden.

Warner Bros. Discovery: Richter stoppt 110-Milliarden-Fusion
Ein Richterhammer trifft auf einen Klangblock, der ein Gefühl von rechtlichem Eingreifen und Unterbrechung in der Medienbranche vermittelt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Bundesgericht in Kalifornien hat der Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance vorerst einen Riegel vorgeschoben. Richterin Araceli Martínez-Olguín ordnete am Montag eine vorübergehende Aussetzung des 110 Milliarden Dollar schweren Deals an. Eine Koalition aus Kalifornien und elf weiteren Bundesstaaten hatte genau das beantragt.

Die Kläger hatten bereits am 13. Juli Klage eingereicht. Ihr Argument: Der Zusammenschluss schaffe einen Medienkonzern mit der Marktmacht, Preise für Film und Fernsehen nach Belieben anzuheben. Käme der Deal wie geplant zustande, würde Paramount rasch mit Stellenstreichungen beginnen und sensible Informationen mit Warner Bros. Discovery teilen — Schritte, die sich kaum rückgängig machen lassen, sollte die Fusion später doch für rechtswidrig erklärt werden. Genau dieses Risiko der Unumkehrbarkeit gab für die Richterin den Ausschlag.

Anhörung Anfang August entscheidet über nächste Schritte

Die Aussetzung ist zunächst befristet. Für den 3. August hat das Gericht eine Anhörung angesetzt, in der entschieden werden soll, ob der Baustopp unbefristet verlängert wird. Bis dahin ruht der Deal, der für Paramount-CEO David Ellison als Sprungbrett zu einem echten Netflix- und Disney-Konkurrenten galt.

Paramount weist die Vorwürfe zurück und wirft den Klägern vor, geltendes Kartellrecht falsch auszulegen. Eine Verzögerung schade vor allem den Beschäftigten der Branche, die ohnehin schon Jahre der Umbrüche hinter sich hätten, so das Unternehmen. Neben der Staaten-Klage läuft parallel eine weitere Klage der Writers Guild of America, die ebenfalls auf ein Verbot der Fusion zielt und geringeren Wettbewerb um Drehbuchautoren befürchtet.

Am Markt kam die Nachricht nicht gut an. Warner-Bros.-Discovery-Aktien gaben rund 1,5 Prozent nach, Paramount-Skydance-Papiere verloren etwa 1,4 Prozent. Bei Paramount kommt die juristische Hängepartie zur Unzeit: Die Aktie markierte zuletzt bei 8,59 Dollar ein neues Jahrestief und hat seit Jahresbeginn rund ein Drittel an Wert verloren.

Bis zur Anhörung am 3. August bleibt der Deal in der Schwebe. Paramount hat unterdessen die Fristen für laufende Umtausch- und Kaufangebote zu Anleihen von Warner-Bros.-Discovery-Einheiten bis zum 31. Juli verlängert und rechnet mit weiteren Verschiebungen, um sich an den tatsächlichen Abschlusstermin der Übernahme anzupassen — vorausgesetzt, das Gericht gibt am Ende grünes Licht.

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