WDH, Baywa-Sanierung

WDH: Baywa-Sanierung wird zur HĂ€ngepartie - neues Zieldatum 2030

Veröffentlicht: 30.06.2026 um 22:11 Uhr, dpa.de

(Tipp- und Grammatikfehler behoben)MÜNCHEN - Der hochverschuldete Agrarhandels- und Mischkonzern Baywa DE0005194062 muss seinen Sanierungsfahrplan um zwei Jahre verlĂ€ngern.

(Tipp- und Grammatikfehler behoben)

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der hochverschuldete Agrarhandels- und Mischkonzern Baywa DE0005194062 muss seinen Sanierungsfahrplan um zwei Jahre verlĂ€ngern. Anstelle der erhofften finanziellen Gesundung bis Ende 2028 gehen Vorstand und Aufsichtsrat des MĂŒnchner Traditionsunternehmens nun davon aus, dass die Sanierung erst Ende 2030 abgeschlossen werden kann. Dementsprechend sollen auch die Bankkredite um zwei Jahre verlĂ€ngert werden, die Baywa bei ihren hohen Zinszahlungen entlasten werden. Darauf hat sich der Vorstand mit den GlĂ€ubigerbanken und den beiden GroßaktionĂ€ren im Grundsatz verstĂ€ndigt, wie das Unternehmen in MĂŒnchen mitteilte. Bis Herbst soll eine neue Sanierungsvereinbarung erstellt werden.

Die aus der Genossenschaftsbewegung hervorgegangene Baywa ist fĂŒr Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung vor allem im SĂŒden und Osten Deutschlands wichtig: Das 1923 gegrĂŒndete Unternehmen kauft einerseits die Ernten an und beliefert die Bauern andererseits mit Saatgut, DĂŒnger und Landmaschinen.

Banken und GroßaktionĂ€re nehmen sich wechselseitig in die Pflicht

Sowohl die GlĂ€ubigerbanken als auch die beiden GroßaktionĂ€re - das sind die Beteiligungsgesellschaften der bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken und der österreichischen Genossenschaften - erklĂ€ren sich zu potenziell schmerzhaften Opfern bereit. Die zwei GroßaktionĂ€re sollen ihren Baywa-Anteil von zusammen gut 67 Prozent an einen TreuhĂ€nder ĂŒbertragen. Die Banken wiederum wollen 700 Millionen Euro Baywa-Kredite in ein "Nachranginstrument" umwandeln. Falls auch der geplante neue Sanierungsfahrplan nicht zu halten ist, wĂŒrde das bedeuten, dass die Forderungen anderer GlĂ€ubiger Vorrang vor dem Anspruch der Banken auf diese 700 Millionen Euro hĂ€tten.

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