WDH: Viel Interesse an Briefwahl in Sachsen-Anhalt
Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 11:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWS(Bezug im 3. Absatz prÀzisiert)
MAGDEBURG (dpa-AFX) - Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an diesem Sonntag gibt es viel Interesse an der Briefwahl. Bis zum 25. August wurden schon an rund 335.000 der rund 1,69 Millionen Wahlberechtigten Unterlagen dazu ausgegeben - das entspricht einem Anteil von rund 20 Prozent. Das sind mehr als die knapp 315.567 Menschen, die bei der Landtagswahl vor fĂŒnf Jahren per Brief abgestimmt haben, wie das Statistische Landesamt in Halle mitteilte.
Die Frist fĂŒr die Briefwahl endet am Freitag: "Ein Wahlschein kann bis spĂ€testens 4. September 2026, 15.00 Uhr, beantragt werden", erklĂ€rt die Landeswahlleitung. In besonderen AusnahmefĂ€llen wie einer plötzlichen Erkrankung sei das aber auch am Wahltag noch bis 15.00 Uhr möglich.
Laut dem Statistikamt scheint das Interesse im Wahlkreis 33 Merseburg landesweit am geringsten zu sein: Dort wurden bis zum 25. August nur fĂŒr 8 Prozent der Wahlberechtigten Briefwahlunterlagen ausgegeben.
Vergangene Woche hatte der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla gemutmaĂt, bei der Briefwahl könnte nicht alles mit rechten Dingen zugehen. Daraufhin hatte Landeswahlleiterin Christa Dieckmann Spekulationen zurĂŒckgewiesen, die Briefwahl sei unsicher und leicht manipulierbar. Diese Behauptungen, egal von wem erhoben, seien nicht neu. Es werde etwa sichergestellt, dass Briefwahlunterlagen nur an Berechtigte rausgingen.
AuszÀhlung ist öffentlich
Zudem könne eine Person nur fĂŒr maximal vier andere Briefwahlunterlagen beantragen. Und die WahlvorstĂ€nde, die die Briefwahlstimmen auszĂ€hlen, seien mit fĂŒnf bis neun Mitgliedern besetzt, die sich gegenseitig kontrollierten. Weiter betonte die 61-jĂ€hrige Juristin, die seit 1992 in dem Land schon zehn Wahlen begleitet hat, dass die AuszĂ€hlung der Briefwahlstimmen öffentlich ist und von jedem beobachtet werden kann, soweit das ohne Störung möglich ist.
