Visa und Mastercard stoppen Zahlungen auf Kuba
03.06.2026 - 23:34:47 | dpa.deWie die kubanische Zentralbank mitteilte, stellt die auslÀndische Bank, die die Transaktionen beider Kreditkarten auf Kuba abwickelt, ihre Beziehungen mit dem staatlichen Finanzdienstleister Fincimex ein. Welche Bank das ist, wurde nicht bekanntgegeben.
Fincimex ist Teil des kubanischen militĂ€rischen Wirtschaftskonzerns Gaesa. Die Regierung von US-PrĂ€sident Donald Trump hatte Anfang Mai neue Sanktionen gegen Gaesa verhĂ€ngt. Dadurch sollen auch auslĂ€ndische Banken und Unternehmen ab Freitag sanktioniert werden, die weiterhin mit der mĂ€chtigen Firmengruppe des MilitĂ€rs zusammenarbeiten. Vier Hotelketten aus Spanien, Kanada und Indonesien haben bereits angekĂŒndigt, sich aus dem Betrieb von Hotels zurĂŒckzuziehen, die sie gemeinsam mit dem Konzern verwalteten.
Kuba wirft den USA eine "Erstickungsstragegie" vor
Die kubanische Zentralbank fĂŒhrte die Entscheidung der auslĂ€ndischen Bank, ihre GeschĂ€fte auf Kuba einzustellen, auf Washingtons "Erstickungsstrategie" gegen das kubanische Volk zurĂŒck. Die Bank habe mitgeteilt, dass es ihr ab dem 6. Juni unmöglich sei, die Vereinbarungen mit Fincimex weiter zu erfĂŒllen, weil es rechtswidrig wĂ€re, erklĂ€rte das Banco Central de Cuba. Devisenzahlungen wĂŒrden nun nur noch bar, mit nationalen Prepaid-Karten sowie mit Kreditkarten von Mir aus Russland und von UnionPay aus China möglich sein.
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