FluggÀste, Flughafenverband

Weniger FluggÀste - Flughafenverband senkt Prognose

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 11:51 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Der Flughafenverband ADV senkt seine Erwartungen und geht nun davon aus, dass im laufenden Jahr weniger Passagiere die deutschen FlughÀfen nutzen werden als noch vor einem Jahr.

Der Verband hatte seine SchÀtzung bereits im April nach unten korrigiert. Zu Jahresbeginn hatte der ADV noch prognostiziert, dass die Zahl der FluggÀste in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent steigen könnte.

Damals erwartete der Verband rund 225 Millionen FluggĂ€ste, jetzt geht er von etwa 217 Millionen aus. Das wĂ€ren 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr. "Das kleine Plus im Juli darf nicht darĂŒber hinwegtĂ€uschen, dass der Luftverkehrsstandort Deutschland weiter auf der Stelle tritt", sagte HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Ralph Beisel einer Mitteilung zufolge. "Hohe staatliche Standortkosten und schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen verhindern, dass Airlines zusĂ€tzliches Angebot an den deutschen FlughĂ€fen aufbauen", sagte Beisel.

Verband: Iran-Krieg nicht die einzige ErklÀrung

Großen Einfluss auf das Luftfahrtgeschehen hat seit Monaten der Iran-Krieg. Nach Ansicht des ADV lĂ€sst sich die Entwicklung in Deutschland aber nicht nur auf diese externe Krise zurĂŒckfĂŒhren, das zeige der europĂ€ische Vergleich. "Deutschland startet mit einem erheblichen Wettbewerbsnachteil in jede Krise. Trotz der Absenkung der Luftverkehrsteuer bleiben die staatlichen Standortkosten deutscher FlughĂ€fen deutlich ĂŒber dem europĂ€ischen Niveau", hieß es.

Jeder startende Flug zu einem europĂ€ischen Ziel werde von einem deutschen Flughafen mit durchschnittlich 4.449 Euro an Steuern und GebĂŒhren belastet - im Vergleich zu 2.326 Euro im europĂ€ischen Durchschnitt. Deutschland brauche wieder Rahmenbedingungen, unter denen Airlines zusĂ€tzliche Flugzeuge einsetzten und Strecken hierzulande aufbauten. "Jede Verbindung, die an einen anderen europĂ€ischen Standort verloren geht, schwĂ€cht unsere internationale Erreichbarkeit und damit auch den Wirtschaftsstandort Deutschland", sagte Beisel laut Mitteilung.

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