Schadstoffe, UnfÀllen

Weniger wassergefÀhrdende Schadstoffe gelangen bei UnfÀllen in Umwelt

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 09:41 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Bei UnfÀllen sind im vergangenen Jahr in Deutschland rund 5,9 Millionen Liter wassergefÀhrdende Stoffe in die Umwelt ausgetreten.

Das waren rund 9 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Die Gesamtzahl solcher UnfÀlle sank demnach um rund 5 Prozent auf 1.461 und damit den niedrigsten Stand seit 2010. Mehr als 40 Prozent (2,4 Millionen Liter) der ausgetretenen Stoffe konnten den Angaben zufolge nicht wiedergewonnen werden und verblieben dauerhaft in der Umwelt.

Welche Schadstoffe gelangten in die Umwelt?

Der weitaus grĂ¶ĂŸte Teil (rund 70 Prozent) der in der Umwelt verbliebenen Schadstoffe entfiel auf sogenannte "allgemein wassergefĂ€hrdende" Stoffe. Dazu gehören GĂ€rsubstrate und GĂ€rreste sowie Jauche, GĂŒlle und Silagesickersaft. Rund 8 Prozent waren "deutlich wassergefĂ€hrdende" Stoffe wie etwa Heizöl oder Dieselkraftstoff. Etwa 3,2 Prozent entfielen auf "schwach wassergefĂ€hrdende" Stoffe wie zum Beispiel Ethanol oder Natronlauge.

Am gefĂ€hrlichsten sind laut den Angaben die "stark wassergefĂ€hrdenden" Stoffe, dazu gehören etwa Quecksilber oder Benzin. "Im Jahr 2025 konnten 43.500 Liter (1,8 Prozent) solcher Schadstoffe nicht wiedergewonnen werden und verblieben mit potenziellen SchĂ€den in der Umwelt", hieß es. Die restlichen Stoffmengen (rund 17 Prozent) hĂ€tten nicht eingestuft werden können.

HÀlfte der UnfÀlle durch menschliches Fehlverhalten

Von den 1.461 UnfĂ€llen mit wassergefĂ€hrdenden Stoffen konnten rund die HĂ€lfte auf menschliches Fehlverhalten zurĂŒckgefĂŒhrt werden. "GrundsĂ€tzlich wird zwischen UnfĂ€llen beim Umgang und bei der Beförderung mit wassergefĂ€hrdenden Stoffen unterschieden", erklĂ€rten die Statistiker.

* 477 der UnfĂ€lle ereigneten sich demnach beim Umgang, wovon 214 auf fehlerhaftes Verhalten, beispielsweise Bedienungs- oder Montagefehler, zurĂŒckzufĂŒhren waren.

* Hinzu kamen 984 UnfÀlle bei der Beförderung, die in 527 FÀllen menschliches Fehlverhalten, also AlleinunfÀlle oder Kollisionen mit anderen Verkehrsmitteln, als Ursache hatten.

850 GewÀsserverunreinigungen durch 708 UnfÀlle

Laut den Daten gelangen in 432 FĂ€llen die freigesetzten wassergefĂ€hrdenden Stoffe in ein OberflĂ€chengewĂ€sser, etwa einen Fluss oder einen See. In 370 FĂ€llen war demnach die Kanalisation betroffen, 46 Mal wurde das Grundwasser verunreinigt und in zwei FĂ€llen unmittelbar die Wasserversorgung. "In Summe wurde demnach im Jahr 2025 bei 708 UnfĂ€llen 850 Mal mindestens ein GewĂ€sser direkt von freigesetzten Schadstoffen verunreinigt, darunter waren bei 135 UnfĂ€llen zwei oder mehr GewĂ€sser betroffen", hieß es.

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