Kleine Gemeinden vielfach ohne öffentliche LadesĂ€ulen fĂŒrs E-Auto
31.05.2026 - 17:15:33 | dpa.deDas geht aus Antworten der Bundesregierung auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Dietmar Bartsch hervor. Auf dem Land spiele das Laden zu Hause oder beim Arbeitgeber eine zentrale Rolle, hob das Verkehrsministerium darin hervor. Ăber die Daten hatte zunĂ€chst das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet.
Nach der Antwort haben 4.548 (42 Prozent) der 10.775 Gemeinden in Deutschland noch keinen öffentlichen Ladepunkt. Vor fĂŒnf Jahren lag die Zahl um rund 2.000 höher.
GemeindegröĂe spielt eine Rolle
Am höchsten ist der Anteil in Rheinland-Pfalz (72 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (68 Prozent), wo die Kommunen relativ klein sind, und in ThĂŒringen (65 Prozent). Keine weiĂen Flecken gibt es dagegen auĂer in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen auf den Lade-Landkarten von Nordrhein-Westfalen und dem Saarland, BundeslĂ€nder mit relativ groĂen Kommunen.
Die Bundesregierung hob hervor, dass von den Kommunen mit mehr als 5.000 Einwohnern 99 Prozent mindestens einen öffentlichen Ladepunkt haben. Sie verwies fĂŒr kleine Gemeinden auf das private Laden und Ladepunkte beim Arbeitgeber.
Kritik auf KaufprÀmie
Bartsch kritisierte, dass es fĂŒr den Kauf von Elektroautos staatliche ZuschĂŒsse gibt, wĂ€hrend die öffentliche Ladeinfrastruktur weit hinterherhĂ€nge. Der Linke-Politiker verwies darauf, dass im Osten jede zweite Gemeinde keinen öffentlichen Ladepunkt habe. Dabei dĂŒrfte auch ein statistischer Effekt eine Rolle spielen: Gemeinden im Osten sind im Durchschnitt kleiner als im Westen. Bartsch bemĂ€ngelte, der Osten werde bei der E-MobilitĂ€t in der Breite zweitrangig behandelt.
Tankstellen-Ketten mit mindestens 200 Tankstellen sind ab 2028 gesetzlich verpflichtet, dort jeweils auch mindestens einen Schnellladepunkt zu betreiben. FĂŒr Menschen in Dörfern wird das nicht unbedingt etwas Ă€ndern, weil es dort vielfach auch keine Tankstellen gibt.
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