WHO: Hantavirus-Ausbruch neigt sich Ende zu
Veröffentlicht: 29.06.2026 um 06:07 Uhr, dpa.deDas schrieb WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Plattform X. Die Lage bleibe stabil. Alle Kontaktpersonen der beiden FĂ€lle, die in SĂŒdafrika identifiziert worden seien, hĂ€tten ihre Nachbeobachtungszeit abgeschlossen, ohne dass weitere FĂ€lle gemeldet worden seien. Auch in Spanien und den Niederlanden seien die QuarantĂ€ne- und Nachbeobachtungszeiten abgeschlossen.
30 Kontaktpersonen wĂŒrden noch nachbeobachtet, hieĂ es weiter. Die Gesamtzahl der FĂ€lle liege weiter bei 13, darunter drei TodesfĂ€lle.
Auf einer in Argentinien begonnenen Kreuzfahrt des Schiffes "Hondius" der niederlĂ€ndischen Reederei Oceanwide Expeditions hatten sich mehrere Menschen mit dem Hantavirus - konkret mit dem sĂŒdamerikanischen Andes-Typ des Virus - angesteckt. Das Andesvirus gilt als einziges Hantavirus, bei dem es vereinzelt auch Mensch-zu-Mensch-Ăbertragungen geben kann. Ăblicherweise werden Hantaviren von Nagetieren ĂŒbertragen, etwa durch Kotpartikel in aufgewirbeltem Staub.
Rund 150 Menschen aus 23 LĂ€ndern waren demnach auf der "Hondius". Wegen des Ausbruchs legte das Schiff im Mai an der Insel Teneriffa an, von wo aus die Menschen an Bord unter speziellen Sicherheitsvorkehrungen in ihre HeimatlĂ€nder kamen. Schon vor Wochen hatte die WHO das Risiko fĂŒr die breite Bevölkerung als gering bewertet und bekrĂ€ftigt, dass keine Gefahr einer groĂen Ansteckungswelle oder Pandemie bestand.
