Wienerberger, Aktie

Wienerberger Aktie: 29 Prozent Aufholpotenzial bis 29,60 Euro

03.07.2026 - 02:27:52 | boerse-global.de

Analysten bescheinigen Wienerberger trotz schwachem Aktienkurs ein Aufholpotenzial von rund 29 Prozent. Der Konzern setzt auf Zukäufe.

Wienerberger Aktie: Analysten sehen 29 Prozent Kurspotenzial
Wienerberger - Abstrakte Szene, die den Bausektor darstellt, mit warmem Licht, das Wachstum und Potenzial symbolisiert. 03.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Schwache Kurse, aber hohe Erwartungen. Bei Wienerberger klaffen Realität und Analystenmeinungen weit auseinander. Seit Jahresbeginn hat die Aktie stark an Wert verloren. Aktuelle Schätzungen bescheinigen dem Baustoffkonzern nun ein massives Aufholpotenzial.

Die Finanzexperten sind sich weitgehend einig. Ihr durchschnittliches Kursziel liegt bei 29,60 Euro. Gemessen am gestrigen Schlusskurs von 22,90 Euro ergibt sich ein rechnerisches Kursplus von rund 29 Prozent.

Hohes Volumen im ATX Prime

Das technische Bild bleibt indes angespannt. Seit Januar verzeichnet das Papier ein Minus von 24,32 Prozent. Der Titel notiert signifikant unter der 200-Tage-Linie. Der Abstand dorthin beträgt aktuell 13,66 Prozent.

Trotz des Abwärtstrends zeigen Investoren großes Interesse. Am Donnerstag war Wienerberger mit über 145.000 gehandelten Stücken der liquideste Wert im Leitindex ATX Prime. Das Management steuert derweil operativ gegen die allgemeine Branchenflaute.

Strategie abseits des Neubaus

Der Konzern reduziert gezielt seine Abhängigkeit vom volatilen Neubaugeschäft. Dafür kaufte Wienerberger die italienische Italcer Group. Damit stärkt das Unternehmen seine Position bei hochwertiger Keramik für den Sanierungsmarkt. Parallel dazu schloss das Management die Übernahme der schwedischen NEWS Group ab.

Diese Zukäufe im Wassermanagement sollen das operative Ergebnis mittelfristig deutlich steigern. Bisher belasteten widrige Wetterbedingungen und die schwache Baukonjunktur das erste Quartal. Dennoch hält der Vorstand an seinen Jahreszielen fest.

Die nächste Bewährungsprobe steht im August an. Dann veröffentlicht Wienerberger die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026. Bis zur Publikation gilt ab Juli die sogenannte Quiet Period. Die kommenden Zahlen müssen operativ belegen, ob die getätigten Zukäufe den erhofften Ertrag bringen.

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