Wienerberger, Aktie

Wienerberger Aktie: Q1-Verlust dreifach über Erwartung

21.05.2026 - 06:54:10 | boerse-global.de

Der Baustoffkonzern Wienerberger startet mit einem überraschend hohen Verlust ins Jahr, bestätigt aber die Prognose für 2026.

Wienerberger Aktie: Q1-Verlust dreifach über Erwartung - Foto: über boerse-global.de
Wienerberger Aktie: Q1-Verlust dreifach über Erwartung - Foto: über boerse-global.de

Ein massiver Gewinneinbruch zum Jahresstart trifft auf demonstrativen Optimismus der Konzernführung. Bei Wienerberger klaffen die Zahlen des ersten Quartals und die Jahresziele für 2026 weit auseinander. Anleger reagieren auf den überraschend hohen Verlust zunächst mit Verkäufen, während die Aktie ohnehin charttechnisch angeschlagen ist.

Der Baustoffhersteller meldet für die ersten drei Monate ein Ergebnis je Aktie von minus 0,28 Euro. Analysten hatten im Vorfeld lediglich einen Fehlbetrag von rund drei Cent auf dem Zettel. Beim Umsatz verfehlte das Unternehmen mit 1,02 Milliarden Euro die Markterwartungen ebenfalls knapp.

Das operative Ergebnis (EBITDA) belief sich zum Auftakt auf 97 Millionen Euro. Das Management begründet die schwache Performance vor allem mit widrigen Wetterbedingungen, die viele Bautätigkeiten verzögerten. Parallel dazu belastet die anhaltende Kosteninflation die Margen des Ziegelproduzenten.

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Festhalten an der Jahresprognose

CEO Heimo Scheuch blickt trotz des Fehlstarts zuversichtlich auf das restliche Jahr. Wienerberger hält an dem Ziel fest, im Gesamtjahr ein operatives EBITDA von 810 Millionen Euro zu erwirtschaften. Um das zu erreichen, setzt der Konzern auf eine anziehende Nachfrage und Synergieeffekte. Als stabilisierend werten die Verantwortlichen die laufende Integration der übernommenen Italcer-Gruppe sowie ein wirksames Energie-Hedging.

Aktie im Abwärtstrend

Am Markt wiegen die operativen Schwierigkeiten derzeit schwerer als die bestätigten Ziele. Die Papiere notieren aktuell bei 22,62 Euro und damit nur hauchdünn über ihrem Jahrestief. Seit Anfang Januar hat der Titel bereits gut 25 Prozent seines Wertes eingebüßt.

Um die ehrgeizige Jahresprognose noch zu retten, benötigt Wienerberger ab dem zweiten Quartal eine spürbare Belebung der Bautätigkeit. Gelingt dies nicht, droht ein nachhaltiger Bruch der charttechnischen Unterstützungslinie im Bereich von 22,30 Euro.

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