WildunfÀlle verursachen Milliarden-Schaden an Autos
Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 13:18 Uhr | dpa, AD HOC NEWSKonkret geht es um Kosten von 1,2 Milliarden Euro, die Kfz-Versicherern in Deutschland nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im vergangenen Jahr entstanden sind. Das seien rund sieben Prozent mehr als 2024. Die Zahl der WildunfÀlle sei mit rund 276.000 nahezu konstant geblieben.
"Die dadurch entstandenen SchĂ€den sind aber deutlich teurer geworden. Grund dafĂŒr sind die seit Jahren steigenden Reparaturkosten", sagte Anja KĂ€fer-Rohrbach, stellvertretende GDV-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrerin. Die Reparatur eines Wildunfallschadens kostete den Angaben zufolge im Schnitt rund 4.400 Euro, rund 300 Euro mehr als im Jahr zuvor. Der Verband fĂŒhrt den Anstieg auf steigende Preise fĂŒr Ersatzteile und Werkstattstunden zurĂŒck.
Nach GDV-Angaben ereignen sich tĂ€glich mehr als 750 WildunfĂ€lle. "Rein rechnerisch kommt es fast alle zwei Minuten zu einem Wildunfall", so die Versicherer. Besonders gefĂ€hrdet sind Fahrerinnen und Fahrer im FrĂŒhjahr und Herbst. Der Verband rĂ€t, Warnschilder ernst zu nehmen, Tempo zu drosseln und keine riskanten Ausweichmanöver zu fahren.
SchĂ€den am eigenen Auto durch sogenanntes Haarwild wie Rehe oder Wildschweine ĂŒbernimmt laut GDV die Teil- oder Vollkasko. "Ein Wildunfall wirkt sich nicht auf den Schadenfreiheitsrabatt aus", heiĂt es zudem.
Verletzte oder getötete Tiere sollten keinesfalls berĂŒhrt werden. Das Bergen sei Aufgabe des zustĂ€ndigen Försters oder JagdpĂ€chters.
