Windböe löste Unfall von Kreuzfahrtschiff aus
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 09:11 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas teilte die Polizei am Morgen mit. Am spÀten Sonntagabend wurden bei einem Zusammenstoà mit dem Tui-Schiff in Bremerhaven insgesamt drei Schiffe beschÀdigt.
Das nahezu voll besetzte Kreuzfahrtschiff sollte am Abend in Richtung Kanaren aufbrechen. Beim Auslaufen wurde es nach Polizeiangaben von Schleppern unterstĂŒtzt als eine Böe das Schiff erfasste. Es sei daraufhin auf zwei Containerschiffe zugetrieben, die an der Stromkaje festgemacht hatten. An dem kleineren Containerschiff sei ein leichter Schaden entstanden, bei dem gröĂerem ein erheblicher. Auch das Tui-Schiff wurde erheblich beschĂ€digt. Auf Bildern waren kaputte Rettungsboote zu sehen.
"Durch den ZusammenstoĂ wurde die Backbordseite des groĂen Containerschiffs auf mehreren Metern aufgerissen und ContainerfĂŒhrungen deformiert", teilte die Polizei mit. Die SchĂ€den befĂ€nden sich jeweils mehrere Meter ĂŒber der Wasserlinie. Bei keinem der Schiffe sei es zu einem Wassereinbruch oder Verletzten gekommen. Das Kreuzfahrtschiff fuhr nach dem Unfall zurĂŒck zum Kreuzfahrterminal. Alle drei am Unfall beteiligten Schiffe wurden mit einem Auslaufverbot belegt.
Passagierin: "Ich glaube, das war es mit der Reise"
Tui Cruises bestÀtigte den Unfall. Die "Mein Schiff 3" sei wieder am Pier, wo der entstandene Schaden begutachtet werde. Zum Unfallzeitpunkt waren demnach 2.428 GÀste und 922 Crewmitglieder an Bord. Verletzte gebe es nicht. Alle könnten vorerst an Bord bleiben. Fachleute seien vor Ort und untersuchten die Lage. "Weitere Informationen werden wir bereitstellen, sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen", so die Sprecherin.
Auf einem von der Deutschen Presse-Agentur verifizierten Augenzeugenvideo vom Abend ist zu sehen, wie das Kreuzfahrtschiff von Schleppern begleitet bei deutlichem Wellengang auslÀuft. Der Abstand zu einem an der Hafenmauer liegenden Containerschiff wird immer kleiner, dann rammt das Kreuzfahrtschiff das Containerschiff, das Video ruckelt. "Ich glaube, das war es mit der Reise", sagt eine Frau in dem Video.
