Zscaler Aktie: 32,32 Prozent Minus seit Jahresbeginn
Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 18:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Analysehaus KeyCorp hat das Kursziel für die Papiere des Cloud-Sicherheitsspezialisten am 19. Juli 2026 von 176 US-Dollar auf 185 US-Dollar angehoben und bestätigt die Einstufung mit „Overweight“. Diese Anpassung erfolgt trotz eines schwierigen Börsenjahres, in dem die Aktie seit Jahresbeginn einen Wertverlust von 32,32 % hinnehmen musste. Während die Branche insgesamt mit der Integration neuer KI-Lösungen kämpft, konnte Zscaler zuletzt operative Fortschritte verzeichnen, die das Vertrauen einiger Marktteilnehmer zurückgewinnen.
Solide Geschäftszahlen übertreffen Erwartungen
Das Unternehmen legte zuletzt Zahlen für das dritte Quartal vor, die die Prognosen der Experten übertrafen. Mit einem bereinigten Gewinn pro Aktie (EPS) von 1,08 US-Dollar schlug Zscaler die Konsensschätzung von 1,01 US-Dollar. Auch auf der Umsatzseite verzeichnete der Konzern ein kräftiges Plus: Die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25,4 % auf 850,48 Millionen US-Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 gab die Unternehmensführung eine Guidance für den Gewinn pro Aktie in einer Spanne von 4,10 bis 4,11 US-Dollar aus.
Trotz dieser positiven operativen Signale spiegelt der Kurs die historischen Höchststände bei weitem nicht wider. Mit einem Schlussstand von 131,30 € notiert das Papier am Freitagabend weiterhin rund 55,08 % unter seinem 52-Wochen-Hoch, das Anfang November 2025 markiert worden war. Die Belastung resultiert unter anderem aus den massiven Investitionen in die KI-Infrastruktur, die kurzfristig auf die Margen drücken können.
Institutionelle Käufe gegen Insider-Verkäufe
Das Interesse großer Kapitalsammelstellen an Zscaler hat zuletzt deutlich zugenommen. Den Berichten über das erste Quartal 2026 zufolge erwarb die SEB Asset Management AB insgesamt 427.924 Aktien des Unternehmens, was einem Investitionswert von rund 60 Millionen US-Dollar entspricht. Das Haus hält damit nun einen Anteil von etwa 0,27 % am Unternehmen. Parallel dazu eröffnete die Independent Financial Group LLC eine neue Position durch den Kauf von 16.848 Anteilen im Wert von etwa 2,36 Millionen US-Dollar. Insgesamt befindet sich das Unternehmen zu 46,45 % im Besitz institutioneller Anleger.
Diesen Zukäufen stehen jedoch kontinuierliche Insider-Verkäufe gegenüber. In den vergangenen drei Monaten veräußerten Führungskräfte des Konzerns, darunter der CEO und der CFO, insgesamt 15.766 Aktien. Der Gesamtwert dieser Transaktionen belief sich auf knapp 1,98 Millionen US-Dollar. Solche Verkäufe werden am Markt oft aufmerksam beobachtet, da sie Fragen über die kurzfristige Einschätzung des Managements zum Aktienkurs aufwerfen können.
Potenzielle Unterbewertung im DCF-Modell
Einige Marktbeobachter sehen in dem aktuellen Kursniveau eine Einstiegschance. Analysen, die auf einem Discounted-Cash-Flow-Modell (DCF) basieren, beziffern den fairen inneren Wert der Zscaler-Aktie auf etwa 223,13 US-Dollar. Ausgehend von den aktuellen Handelsnotierungen entspräche dies einer potenziellen Unterbewertung von rund 32,8 %. Während Wettbewerber im Bereich der Cybersicherheit teilweise mit deutlich höheren Kurs-Umsatz-Verhältnissen gehandelt werden, liegt das KUV von Zscaler bei etwa 7,6.
Die Analystengemeinde bleibt mehrheitlich optimistisch gestimmt. Von 41 beobachtenden Experten raten 34 zum Kauf, während sechs die Aktie als Halteposition einstufen und lediglich einer zum Verkauf rät. Das durchschnittliche Konsenskursziel liegt derzeit bei 214,21 US-Dollar. Neben KeyCorp hatten zuvor auch Häuser wie JPMorgan und Mizuho ihre Einschätzungen aktualisiert, wobei sie ihre Ziele nach einer Schwächephase im Juli 2026 moderat auf jeweils 250 US-Dollar anpassten. Im Fokus der Anleger bleibt nun, ob die angekündigten KI-Sicherheitslösungen die Wachstumsdynamik im kommenden Quartal weiter beschleunigen können.
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