EU einigt sich auf schĂ€rfere Regeln fĂŒr Stahlimporte
14.04.2026 - 06:14:21 | dpa.deVertreter der Mitgliedstaaten und des EU-Parlaments einigten sich in der Nacht zu Dienstag darauf, dass deutlich weniger Stahl als bisher zollfrei in die EU importiert werden darf. KĂŒnftig ist die zollfreie Einfuhrmenge demnach auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr begrenzt. Das sind etwa 47 Prozent weniger als bisher. Weitere Importe sollen laut Mitteilung der EU-Staaten dann mit einem Strafzoll von 50 Prozent belegt werden, doppelt so viel wie bisher.
Besonders aus China, Indien und der TĂŒrkei exportierter gĂŒnstiger Stahl macht den europĂ€ischen Herstellern zu schaffen. Die neuen Regeln schĂŒtzten den europĂ€ischen Markt vor globaler Ăberproduktion, heiĂt es in der Mitteilung. DafĂŒr lege die Vereinbarung auch fest, welcher Anteil des zollfreien Stahlkontingents welchem Drittstaat zugutekommt.
Gleichzeitig solle FlexibilitĂ€t gewahrt werden. So sollen etwa nicht ausgeschöpfte Einfuhrkontingente von einem Quartal auf das nĂ€chste ĂŒbertragen werden können. Die bisherige Verordnung zu den Einfuhrgesetzen lĂ€uft am 30. Juni aus. Damit die neuen Regeln in Kraft treten können, mĂŒssen die Mitgliedstaaten und die Parlamentarier noch formell zustimmen. Das gilt jedoch als Formsache.
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