Dax lÀsst nach - 20.000er-Marke hÀlt
13.01.2025 - 17:38:48 | dts-nachrichtenagentur.de"Die Anleger fangen an, die Möglichkeit einzukalkulieren, dass die Federal Reserve in Sachen Leitzinsen in diesem Jahr die FĂŒĂe auch ganz still halten könnte." Das zumindest signalisiere der Anleihemarkt, an dem die Renditen immer weiter steigen. "So werden festverzinsliche und damit risikoarme Bonds zunehmend zu einer Alternative zu einem immer noch hoch bewerteten Aktienmarkt." Der Verkaufsdruck an der Wall Street habe im Tagesverlauf zwar auch auf den Dax in Frankfurt ĂŒbergeschwappt, dieser habe sich dann aber ĂŒber der Marke von 20.000 Punkten stabilisieren können, nachdem er schon wieder rund 400 Punkte von den Hochpunkten der vergangenen Woche korrigiert hatte. "Die Investoren sehen sich aktuell einem gefĂ€hrlichen Mix aus Risikofaktoren gegenĂŒber", so Oldenburger. "Die Geldpolitik der Fed und die steigenden Renditen auf der einen Seite und die noch immer unsichere Zollpolitik und geopolitischen Provokationen eines kĂŒnftigen US-PrĂ€sidenten Trump andererseits." Sei der Wahlsieg des Republikaners vor zwei Monaten noch mit steigenden Aktienkursen gefeiert worden, blickten viele Investoren nun stark verunsichert in die Zukunft. Es sei aber noch viel zu frĂŒh, sowohl den Abgesang auf den geldpolitischen Lockerungszyklus der Fed einzulĂ€uten als auch den "Worst Case" in Sachen Zölle und DrohgebĂ€rden Trumps heraufzubeschwören, so der Marktexperte. "Die Situation erinnert etwas an das vergangene Jahr, als der Markt im anderen Extrem noch bis zu sieben Leitzinssenkungen einpreiste und dann Mitte des Jahres schwer enttĂ€uscht wurde." Derzeit rechneten die Anleger nur noch mit einer Zinssenkung und könnten damit erneut falsch liegen. Diesmal aber bestĂŒnde das Ăberraschungspotenzial fĂŒr den Aktienmarkt nach oben, was eine Fortsetzung der Rally und neue Rekordhochs bedeuten wĂŒrde. "Bis zur AmtsĂŒbernahme von Donald Trump am kommenden Montag und auch darĂŒber hinaus dĂŒrfte am Markt noch Unsicherheit herrschen, spĂ€testens aber in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit sollte es mehr und mehr Klarheit ĂŒber die aktuell dringendsten Fragen geben und damit die Richtung fĂŒr die Börse feststehen", sagte Oldenburger. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Montagmittag schwĂ€cher: Ein Euro kostete 1,0203 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,9801 Euro zu haben. Der Ălpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 17 Uhr deutscher Zeit 81,19 US-Dollar; das waren 1,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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