Polen will bei Drohnenabwehr mit Deutschland kooperieren
10.12.2025 - 14:21:49 | dpa.deDie Regierung in Warschau werde dazu das Luftverteidigungssystem SAM auf die Beine stellen, sagte der polnische VerteidigungsstaatssekretÀr Pawel Zalewski bei einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Nils Schmid auf dem MilitÀrflugplatz Malbork.
"Wir möchten gerne die deutschen Erfahrungen auf diesem Gebiet nutzen und in Anspruch nehmen", sagte Zalewski. "Es geht jetzt darum, wirklich auf eine billigere, kostengĂŒnstige Art und Weise die Drohnen abzuschieĂen oder unschĂ€dlich zu machen", sagte er. Der Einsatz billiger Drohnen habe die Wirtschaftlichkeit des Gefechtsfeldes wesentlich verĂ€ndert. Das eigene Luftverteidigungssystem mĂŒsse gestĂ€rkt und effizienter gestaltet werden.
Deutschland offen fĂŒr verstĂ€rkte Kooperation
Schmid zeigte sich offen fĂŒr eine weitere Zusammenarbeit. Die Abwehr von Drohnen werde kĂŒnftig mit einem Mix verschiedener Waffensystemen organisiert. "Ich bin mir sicher, dass wir als europĂ€ische VerbĂŒndete da ganz eng zusammenarbeiten werden", sagte Schmid.
Zugleich dankte er der auf dem MilitĂ€rflugplatz stationierten deutschen Eurofighter-Besatzung und den UnterstĂŒtzungskrĂ€ften fĂŒr ihren Einsatz. Dieser diene der Abschreckung und Verteidigung gegen Bedrohungen.
Die Luftwaffe hatte in der vergangenen Woche zum verstĂ€rkten Schutz der Nato-Ostflanke Kampfflugzeuge nach Polen verlegt. Die Stationierung ist eine Reaktion auf jĂŒngste Luftraumverletzungen durch russische Kampfjets im Ostsee-Raum sowie den Einflug von Kamikaze-Drohnen auf Nato-Gebiet.
Stationierung zunÀchst bis MÀrz
Die Luftwaffe war bereits im August und September mit Kampfflugzeugen auf dem polnischen MilitĂ€rflugplatz. Er liegt rund 60 Kilometer sĂŒdöstlich von Danzig und 80 Kilometer von der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad entfernt.
Die Bundeswehr schickte mit den Flugzeugen eine Truppe von etwa 150 MĂ€nnern und Frauen, darunter sind neben den Piloten auch Techniker, Logistiker, ObjektschĂŒtzer und FeldjĂ€ger. Die Stationierung ist zunĂ€chst bis MĂ€rz vorgesehen.
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