Gutverdiener sollen mehr fĂŒr Krankenkasse zahlen
16.04.2026 - 18:30:22 | dpa.deDie Beitragsbemessungsgrenze solle 2027 einmalig um rund 300 Euro zusĂ€tzlich angehoben werden, heiĂt es in einem Referentenentwurf, der in die regierungsinterne Abstimmung ging. "So stĂ€rken wir die Beitragsgerechtigkeit und generieren einen solidarischen Beitrag von Arbeitgebern und Personen mit höheren Einkommen zum Reformpaket."
Aktuell liegt die Grenze, die jĂ€hrlich angepasst wird, bei 5.812,50 Euro. Bis zu dieser Schwelle des Brutto-Monatsgehalts werden VersicherungsbeitrĂ€ge fĂ€llig, vom darĂŒber liegenden Gehalt werden keine BeitrĂ€ge mehr abgezogen. Durch den geplanten zusĂ€tzlichen Aufschlag auĂerhalb der regulĂ€ren Anpassung kalkuliert das Ministerium mit Mehreinnahmen von je 1,2 Milliarden Euro von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die sich die KrankenkassenbeitrĂ€ge teilen.
Einsparungen von 19,6 Milliarden Euro
ZunĂ€chst berichteten der "Politico Pro-Newsletter Gesundheit" und die "SĂŒddeutsche Zeitung" darĂŒber. Warken will die Kassen mit dem Gesetz 2027 um 19,6 Milliarden Euro entlasten. Dies wĂ€re mehr als die erwartete LĂŒcke von 15,3 Milliarden Euro und soll neue Anhebungen der ZusatzbeitrĂ€ge verhindern. Im Blick stehen Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmabranche - aber auch höhere Zuzahlungen und EinschrĂ€nkungen der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern. Der Entwurf soll am 29. April ins Kabinett.
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