Brasiliens PrÀsident: Klimakonferenz muss liefern
19.11.2025 - 14:46:21 | dpa.deNötig seien FahrplĂ€ne, wie die Menschheit ihre AbhĂ€ngigkeit von Ăl, Gas und Kohle ĂŒberwinden sowie die Entwaldung stoppen und umkehren könne. "Wir dĂŒrfen BelĂ©m nicht ohne Entscheidungen zu diesen Fragen verlassen", schrieb der linke Politiker in einer GruĂbotschaft an den sogenannten Gipfel der Völker (People's Summit), zu dem sich Hunderte Nichtregierungsorganisationen getroffen hatten. "Es ist dringend."
Weiter schrieb er den Teilnehmern: "Ihr verkörpert die StĂ€rke und LegitimitĂ€t derer, die nach einer besseren Welt streben." Das Engagement von auĂen sei wichtig. "Dies ist eine Konferenz der Wahrheit, und die Demonstrationen der Zivilgesellschaft stehen im Einklang mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen", sagte er. Lula wird in BelĂ©m auch UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres treffen - und auch Umweltminister Carsten Schneider, wie aus Verhandlungskreisen verlautete.
Von fossilen EnergietrÀgern "befreien"
Auf der Weltklimakonferenz kĂ€mpft auch Deutschland zusammen mit Dutzenden anderen Staaten fĂŒr einen Fahrplan zur Abkehr von Ăl, Gas und Kohle. Vertreter eines breiten BĂŒndnisses aus gut 80 Staaten traten dafĂŒr im brasilianischen BelĂ©m kurzfristig vor die Presse. Umweltminister Carsten Schneider sagte, es gehe darum, sich von fossilen EnergietrĂ€gern "zu befreien". Gegen einen solchen Plan wehren sich in BelĂ©m aber unter anderem reiche Golfstaaten wie Saudi-Arabien, die mit Ăl und Gas weiterhin viele Milliarden verdienen.
Dass die Welt sich von den fossilen EnergietrÀgern verabschieden soll, hat die UN-Klimakonferenz in Dubai bereits vor zwei Jahren beschlossen - aber konkret mit Zwischenzielen und Fristen ist das Ziel nicht hinterlegt.
AuĂerdem fordern viele Entwicklungsstaaten, dass die Industriestaaten ihre staatlichen Klimahilfen zur Anpassung an die fatalen Folgen der Erderhitzung deutlich erhöhen. Ein Vorschlag ist eine Verdreifachung bis 2030 auf mindestens 120 Milliarden US-Dollar. Aus Sicht der EU mĂŒsste das innerhalb bestehender Finanzzusagen aus dem vergangenen Jahr geregelt werden. Danach stellen die Industriestaaten bis 2035 jĂ€hrlich mindestens 300 Milliarden US-Dollar an Klimafinanzierung bereit.
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