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360 Finance Aktie: Pomerantz untersucht Wertpapierbetrug

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 12:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Qfin Holdings meldet sinkende Erlöse und Gewinne, während Pomerantz mögliche Wertpapierverstöße prüft und die Aktie ein Jahrestief erreicht.

360 Finance: Ermittlungen und Gewinneinbruch setzen Aktie unter Druck
Eine besorgte Person in einem modernen Büro beim Durchsehen von Finanzunterlagen. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von 360 Finance sieht sich derzeit mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Neben einer enttäuschenden Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal rückt nun eine rechtliche Untersuchung in den Fokus, die mögliche Verstöße gegen das Wertpapierrecht prüft. Investoren reagierten verunsichert auf die jüngsten Entwicklungen, was das Papier in dieser Woche auf ein neues Jahrestief drückte.

Ermittlungen wegen möglichem Wertpapierbetrug

Die US-Anwaltskanzlei Pomerantz LLP hat eine Untersuchung gegen das Unternehmen eingeleitet, das am Markt unter der Bezeichnung Qfin Holdings operiert. Im Kern der Ermittlungen stehen Vorwürfe über potenziell irreführende Angaben gegenüber Anlegern. Es wird geprüft, ob wesentliche Informationen über die finanzielle Stabilität und die künftigen Ertragssausichten des Finanzdienstleisters zurückgehalten oder unzutreffend dargestellt wurden.

Solche Untersuchungen folgen häufig auf abrupte Kursverluste, wie sie das Unternehmen zuletzt verzeichnete. Bereits am 26. August war der Kurs der Hinterlegungsscheine um 18,91 Prozent eingebrochen, nachdem die Zahlen für das zweite Quartal bekannt gegeben worden waren. Die Kanzlei untersucht nun, ob die Kommunikation des Managements im Vorfeld dieser Veröffentlichung den gesetzlichen Anforderungen entsprach.

Massive Gewinneinbrüche und steuerliche Belastungen

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens hat sich im Berichtsquartal, das am 30. Juni endete, deutlich verschlechtert. Der Nettoumsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 31,6 Prozent auf 3,57 Milliarden RMB. Noch schwerwiegender fiel der Rückgang beim Nettoeinkommen aus, das um 76,8 Prozent einbrach. Ein wesentlicher Faktor für diesen Einbruch war ein unerwarteter Steueraufwand in Höhe von 500 Millionen RMB, der das Ergebnis massiv belastete.

Zudem wurde für den Stichtag am 9. September eine Dividende von 0,46 US-Dollar festgelegt.

Diese Daten konnten den negativen Trend jedoch nicht umkehren, da der Ausblick auf das laufende dritte Quartal düster bleibt: Das Management erwartet beim bereinigten Nettoeinkommen einen weiteren Rückgang zwischen 67 und 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Kurs erreicht neues Jahrestief

Die Kombination aus rechtlichen Unsicherheiten und operativer Schwäche spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider. Am Dienstag markierte die Aktie ein neues 52-Wochen-Tief bei 6,90 Euro. Damit notiert das Papier derzeit massiv unter seinem 52-Wochen-Hoch von 21,40 Euro, das noch Ende Oktober des vergangenen Jahres erreicht worden war.

Im aktuellen Handel zeigt sich der Wert bei 7,30 Euro zwar leicht stabilisiert, verbleibt jedoch in einer technisch angeschlagenen Verfassung. Die Stimmung unter den Analysten ist entsprechend skeptisch.

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