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ACS Aktie: Hochtief erhält Sellafield-Großauftrag

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 22:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Hochtief und Konzerntöchter erhalten Aufträge für US-Militärinfrastruktur, Sellafield und eine australische Kupferanlage.

Aquarellbild der Madrider Skyline mit Bürotürmen in weichen Pastelltönen
Aquarellmalerei zeigt Madrid-Skyline: ACS Actividades de Construcción y Servicios S.A. (ES0167050915) symbolisiert spanische Bauwirtschaft künstlerisch Illustration mit AI erstellt.

Der spanische Bau- und Infrastrukturkonzern ACS verzeichnet einen doppelten Erfolg bei internationalen Großprojekten. Über seine Konzerntöchter sicherte sich das Unternehmen Beteiligungen an Rahmenverträgen und Großaufträgen im militärischen Bereich in den USA sowie im Nuklearsektor in Großbritannien. An der Börse legte die Aktie heute um 1,2 Prozent auf 91,75 Euro zu.

Zuschlag für Modernisierungsprogramm der US Air Force

In den Vereinigten Staaten wurde die US-Tochter Turner als einer von acht Auftragnehmern für das Modernisierungsprogramm FARM III der US Air Force ausgewählt. Das IDIQ-Rahmenabkommen sieht ein Gesamtvolumen von bis zu 900 Millionen US-Dollar vor und ist für die Testinfrastruktur des Arnold Engineering Development Complex bestimmt.

Die Arbeiten umfassen Bereiche wie Mechanik, Elektrik sowie Daten- und Kontrollsysteme. Einzelaufträge innerhalb dieses Rahmens können bis zum 4. September 2034 vergeben werden.

Turner bringt bereits Vorerfahrungen aus den früheren Phasen FARM I und FARM II an dem Komplex ein. Das Unternehmen, das von ACS über die deutsche Tochter Hochtief kontrolliert wird, stärkt damit seine Präsenz bei öffentlichen Infrastrukturvorhaben der US-Verteidigungskräfte weiter.

Großauftrag am britischen Nuklearstandort Sellafield

Nahezu zeitgleich baute der Konzern seine Aktivitäten in Großbritannien aus. Gestern erhielt Hochtief den Zuschlag für das Sellafield-PACE-Los 2. Dieser Vertrag umfasst Spezialtechnik, Wartung sowie Projektarbeiten an Nuklearmaterial- und Rückbauanlagen. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf bis zu 1,5 Milliarden britische Pfund, was rund 1,75 Milliarden Euro entspricht.

Die Vereinbarung ist zunächst auf eine Laufzeit von neun Jahren ausgelegt und enthält eine Option auf eine sechsjährige Verlängerung. Sellafield bleibt damit ein zentraler Schwerpunkt für Hochtief, nachdem sich das Unternehmen dort bereits im Jahr 2025 einen weiteren Vertrag im Rahmenprogramm gesichert hatte.

Australische Tochter meldet Kupferprojekt

Zusätzlichen Schub meldet der Konzernverbund aus Australien. Die zur CIMIC-Gruppe gehörende Tochter Sedgman erhielt heute von KGL Resources den Auftrag für Planung, Beschaffung und Bau der Aufbereitungsanlage für das Jervois-Kupferprojekt im Northern Territory. Sedgman begleitet das Vorhaben bereits seit 2017.

Die geplante Anlage soll jährlich zwei Millionen Tonnen Erz verarbeiten. Der Auftrag schließt auch die spätere Inbetriebnahme und Testphasen ein. Für den ACS-Konzern, der an der Börse mit 24,13 Milliarden Euro bewertet wird, unterstreichen die zeitgleichen Erfolge auf drei Kontinenten die breite internationale Aufstellung in Spezialbau und Industrieprojekten.

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