Airbus Aktie: DGA vergibt 25-Jahre-Cybersecurity-Vertrag
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 10:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am Mittwoch hat sich der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus mehrere langfristige AuftrĂ€ge im Dienstleistungs- und Verteidigungssektor gesichert. Die französische RĂŒstungsbeschaffungsbehörde DGA erteilte der Konzerntochter Airbus Cybersecurity SAS einen Vertrag mit einer Laufzeit von 25 Jahren.
Im Rahmen des PARACOM-Programms liefert das Unternehmen Cybersicherheits-Gateways fĂŒr die Netzwerke des französischen StreitkrĂ€fte- und Veteranenministeriums.
Feste WartungsvertrÀge im Airline-GeschÀft
Parallel zum militĂ€rischen Bereich bauten mehrere Fluggesellschaften ihre Partnerschaften mit dem Flugzeugbauer aus. Die Fluggesellschaft World2Fly unterzeichnete am Mittwoch eine langfristige Vereinbarung ĂŒber das Wartungs- und Logistikprogramm Flight Hour Services fĂŒr ihre A330- und A350-Flotte. Zeitgleich entschied sich das Unternehmen Aircalin fĂŒr dasselbe Betreuungsprogramm zur UnterstĂŒtzung seiner kĂŒnftigen A350-900-Langstreckenjets.
ZusĂ€tzlich bestĂ€tigte Malaysia Airlines die VerlĂ€ngerung ihres bestehenden Programmkontrakts fĂŒr die A330ceo-Flotte. Derartige Vereinbarungen stĂ€rken das wiederkehrende ServicegeschĂ€ft des Konzerns. FĂŒr Flugzeughersteller gewinnen langfristige Dienstleistungen strategische Bedeutung, da sie unabhĂ€ngig von konjunkturellen Schwankungen bei Neubestellungen verlĂ€ssliche ErtrĂ€ge einspielen.
Ausbau der weltweiten FertigungskapazitÀten
Flankierend zu den DienstleistungsauftrĂ€gen treibt Airbus den Ausbau seiner industriellen KapazitĂ€ten voran. Am 21. September kĂŒndigte der Konzern an, eine frĂŒhere A380-TragflĂ€chenfertigung im britischen Broughton in eine Montagelinie fĂŒr die A321 umzuwandeln. Die MaĂnahme ist Teil des weltweiten Produktionshochlaufs der stark nachgefragten Schmalrumpffamilie.
Bereits Mitte September hatte der Hersteller seine Auslieferungsinfrastruktur erweitert. Am Standort Jean-Luc LagardĂšre in Toulouse wurde ein neues Auslieferungszentrum fĂŒr die A320-Familie eröffnet. Zudem verlieĂ am zweiten Endmontagestandort im chinesischen Tianjin die erste dort montierte A320neo das Werk in Richtung der Fluggesellschaft China Eastern Airlines.
Jahresprognose trotz QualitÀtsmÀngeln bestÀtigt
Trotz des Ausbaus der Fertigungslinien bleibt das operative Umfeld fĂŒr den Flugzeugbauer fordernd. Laut Reuters gab der Konzern MĂ€ngel bei der Korrosionsschutzbeschichtung an vorderen RumpflĂ€ngstrĂ€gern einer Charge von A321neo-Maschinen bekannt.
Das Unternehmen betonte, dass die Flugsicherheit dadurch nicht beeintrĂ€chtigt sei, AbhilfemaĂnahmen bereitstĂŒnden und das Auslieferungsziel fĂŒr das laufende Jahr unverĂ€ndert bei rund 870 Verkehrsflugzeugen verbleibe.
An den FinanzmĂ€rkten verlief der Handel zuletzt verhalten. Die Aktie gab am Freitag um 0,7 Prozent nach und schloss bei 194,10 Euro. Damit behauptet sich das Papier weiterhin ĂŒber seinem 200-Tage-Durchschnitt von 190,57 Euro.
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