Airbus Aktie: TESI-Subunternehmer im Fokus der Untersuchung
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 01:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach den bekannt gewordenen Beschichtungsproblemen an rund 500 Maschinen des Typs A321neo richten Airbus und der Rüstungskonzern Leonardo den Blick auf die Lieferkette. Im Zentrum einer gemeinsamen Untersuchung steht laut Reuters der italienische Zulieferer TESI, ein Subunternehmer von Leonardo. An den Finanzmärkten sorgte der Defekt zuletzt für Unruhe. Die Airbus-Aktie zeigt sich heute mit 194,30 Euro stabil.
Zwei Jahre Zeit für Nachbesserungen
Für die Fluggesellschaften zeichnet sich der Ablauf der anstehenden Reparaturen ab. Wie Reuters berichtet, räumt der Flugzeugbauer den betroffenen Fluggesellschaften einen Zeitraum von zwei Jahren ein, um die Arbeiten abzuschließen. Die Instandsetzung pro Flugzeug soll voraussichtlich bis zu neun Tage dauern.
Airbus hatte am Freitag bestätigt, dass von den Beschichtungsmängeln etwa 250 Flugzeuge im aktiven Liniendienst und rund 250 Maschinen in der laufenden Produktion betroffen sind. Der europäische Flugzeugbauer betonte zugleich, dass das Problem eingegrenzt sei und ein Abhilfeverfahren bereitstehe. Die Flugsicherheit sei durch den Fehler nicht beeinträchtigt.
Auslieferungsziele bleiben bestehen
Die Meldung hatte vor dem Wochenende Kursverluste ausgelöst und Sorgen über mögliche Verzögerungen im Produktionsablauf geschürt. Das Management bekräftigte jedoch seine bestehende Prognose für das Gesamtjahr 2026. Der Konzern plant unverändert, im laufenden Jahr rund 870 Verkehrsflugzeuge an Kunden zu übergeben.
Zugleich investiert das Unternehmen weiter in seine industrielle Infrastruktur. Mitte September lieferte das Werk im chinesischen Tianjin das erste Flugzeug der A320-Familie aus der zweiten dortigen Endmontagelinie an China Eastern Airlines aus. Zudem weihte das Unternehmen in Toulouse ein neues Auslieferungszentrum ein, um den geplanten Produktionshochlauf der Mittelstreckenflotte abzusichern.
Rüstungsofferte in Vorbereitung
Parallel zum zivilen Flugzeugbau treibt der Konzern auch Vorhaben im Verteidigungsbereich voran. Für Ende Oktober oder Anfang November plant Airbus ein unaufgefordertes Angebot für den Eurofighter Typhoon an Portugal. Das Land prüft gegenwärtig Optionen für den mittelfristigen Ersatz seiner bestehenden F-16-Flotte.
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