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Albertsons Companies Aktie: Prüfung statt Prognose

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 13:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Lebensmittelhändler meldet schwächere Quartalsgewinne, setzt die Dividende fort und will nach der Geschäftsprüfung neue Finanzziele vorlegen.

Albertsons streicht Jahresausblick und prüft das gesamte Geschäft
Modernes, minimalistisches Supermarkt-Interieur mit weicher Beleuchtung und Fokus auf eine strukturierte Verkaufsfläche. Illustration mit AI erstellt.

Albertsons streicht den Ausblick. Der Lebensmittelhändler legt heute Zahlen für das zweite Quartal vor und kündigt zugleich eine umfassende Überprüfung des gesamten Geschäfts an. Eine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 gibt es vorerst nicht mehr.

Zahlen im Rahmen, Gewinn deutlich schwächer

Der Umsatz lag im Quartal mit 18,9 Milliarden Dollar praktisch auf Vorjahresniveau. Die vergleichbaren Umsätze sanken um 0,8 Prozent. Digitale Erlöse legten dagegen um 11 Prozent zu, auch das Apothekengeschäft wuchs trotz Gegenwind durch den Inflation Reduction Act.

Beim Gewinn fällt der Rückgang kräftig aus. Der Nettogewinn schrumpfte auf 52 Millionen Dollar oder 0,11 Dollar je Aktie, nach 0,30 Dollar im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie sank auf 0,36 Dollar, das bereinigte EBITDA auf 784 Millionen Dollar.

Mehrere Faktoren belasteten die Marge. Höhere Liefer- und Handlingkosten durch das Onlinegeschäft sowie mehr Schwund drückten die Bruttomarge auf 26,8 Prozent. Die Verwaltungskosten blieben absolut stabil, stiegen aber im Verhältnis zum Umsatz. Hinzu kamen höhere Zinsaufwendungen und Wertberichtigungen auf Filialen.

Business Review als Kern der Botschaft

Die Konzernchefin Susan Morris räumte offen ein, dass die Ergebnisse das Potenzial des Unternehmens nicht widerspiegeln. Albertsons wolle eine Kostenstruktur angehen, "die wir uns nicht mehr leisten können". Geprüft werden Kundenstrategie, Kosten, Betriebsmodell, das Portfolio an Handelsmarken und Märkten sowie die Prioritäten bei der Kapitalverwendung.

Der Schritt knüpft an die im Juli angekündigte Neuordnung "ACI Edge" an. Dabei wurden elf Regionen zu vier zusammengelegt und die Warenplanung im Zentrum zentralisiert. Marktbeobachter dürften die Prüfung des Portfolios aufmerksam verfolgen, weil sie auch Verkäufe von Marken oder Standorten einschließen könnte.

Die Quartalszahlen selbst entsprachen laut Unternehmen dem bereits zuvor gesenkten Ausblick. Neue Vorgaben will der Konzern erst nach Abschluss der Überprüfung im vierten Quartal liefern.

Dividende bleibt stabil

Parallel dazu hat der Verwaltungsrat die Dividende für das dritte Quartal beschlossen. Sie beträgt unverändert 0,17 Dollar je Aktie. Gezahlt wird am 6. November an Aktionäre, die am 23. Oktober im Register stehen. In den ersten 28 Wochen kaufte Albertsons zudem eigene Aktien für rund 388 Millionen Dollar zurück, deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum.

Den nächsten konkreten Fixpunkt setzt das Unternehmen mit der Telefonkonferenz zum vierten Quartal, bei der ein neuer Finanzrahmen samt Turnaround-Plan vorgelegt werden soll. Ein Investorentag folgt im Frühjahr 2027.

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