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Alliant Energy Aktie: Wachstumsplan intakt

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 17:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Alliant Energy verfehlt die Q2-Erwartungen leicht, bestätigt aber die Jahresprognose und hält am langfristigen Wachstumskurs von über 7 Prozent fest.

Alliant Energy: Quartalszahlen unter Erwartungen, Ausblick bleibt robust
Moderne Strominfrastruktur und Energienetze bei Sonnenuntergang als Symbol für Wachstum im Versorgungssektor Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Gewinnrückgang, der die Anleger kaltlässt: Alliant Energy verfehlte im zweiten Quartal die Erwartungen der Wall Street, doch die Aktie reagierte mit einem leichten Plus. Der Grund liegt in dem, was das Management für die kommenden Jahre in Aussicht stellt.

Der US-Versorger meldete für das zweite Quartal 2026 einen Gewinn je Aktie von 0,65 Dollar bei einem Umsatz von 971 Millionen Dollar. Analysten hatten mit 0,69 Dollar je Aktie und knapp 988 Millionen Dollar gerechnet – die Verfehlung fiel damit moderat aus. Im Jahresvergleich sank der Gewinn von 0,68 auf 0,65 Dollar je Aktie, während der Umsatz leicht zulegte. Die Aktie stand zuletzt bei 70,96 Dollar, ein Plus von 0,85 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss.

Mildes Wetter kostet Marge

Verantwortlich für den Dämpfer war vor allem das Wetter. Mildere Temperaturen drückten die Strom- und Gasmargen um rund 0,03 Dollar je Aktie, ein Jahr zuvor hatte dieselbe Witterung noch einen positiven Effekt von 0,02 Dollar gebracht. Hinzu kamen höhere Betriebskosten sowie Timing-Effekte bei Steuern und Finanzierungskosten. Bereinigt um Wettereffekte legten die Stromabsätze um etwa 3 Prozent zu, getragen von Gewerbe- und Industriekunden in Wisconsin sowie ersten Beiträgen aus dem Datacenter-Geschäft in Iowa.

Trotz des Quartalsmiss bestätigte das Unternehmen seine Jahresprognose von 3,36 bis 3,46 Dollar je Aktie und sieht sich in der oberen Hälfte dieser Spanne. Für den Zeitraum 2027 bis 2029 hält der Konzern an einem jährlichen Gewinnwachstum von über 7 Prozent fest.

Datacenter-Pipeline als Wachstumstreiber

Kern der Wachstumsstory bleibt die steigende Nachfrage großer Stromabnehmer. Alliant Energy verweist auf fünf bereits unterzeichnete Lieferverträge mit Großkunden und eine Pipeline von 2 bis 4 Gigawatt an potenziellen weiteren Projekten, vor allem in Iowa und Wisconsin. Bauprojekte für Google, QTS und Meta laufen nach Unternehmensangaben planmäßig, ein zusätzlicher 900-Megawatt-Antrag für ein weiteres QTS-Projekt in Clinton soll noch in diesem Jahr eingereicht werden.

Die nötige Finanzierung ist bereits weit fortgeschritten: Von rund 2,4 Milliarden Dollar an geplantem Eigenkapitalbedarf bis 2029 hat der Konzern schon etwa 1,8 Milliarden Dollar über Vorwärts-Eigenkapitalvereinbarungen gesichert. Für den Rest des Jahres 2026 plant Alliant Energy zudem Fremdkapitalaufnahmen von bis zu 800 Millionen Dollar, aufgeteilt auf die Töchter in Wisconsin und Iowa.

Mehr Klarheit zur künftigen Wachstumsrate soll der Drittquartalsbericht bringen. Dort will das Management einen aktualisierten Investitionsplan für die kommenden vier bis fünf Jahre vorlegen – inklusive möglicher Präzisierung der bislang offenen 7-Prozent-plus-Zielmarke für die Jahre 2027 bis 2029.

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