Allianz, Aktie

Allianz Aktie: Berenberg sieht 684 Euro

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 07:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Goldman Sachs erhöht das Kursziel für Allianz auf 465 Euro und bestätigt die Kaufempfehlung, während andere Banken vorsichtiger bleiben.

Goldman Sachs hebt Allianz-Kursziel auf 465 Euro an
Moderne Glasfassade eines Bürogebäudes im warmen Licht des Sonnenuntergangs als Symbol für Finanzwachstum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Analysten von Goldman Sachs haben ihr Kursziel für die Allianz-Aktie am 12. August von 450 auf 465 Euro angehoben und die Einstufung „Buy“ bestätigt. Die Anhebung kam gut eine Woche nach den Halbjahreszahlen des Versicherungskonzerns und signalisiert, dass die Bank trotz des bereits hohen Kursniveaus weiteres Potenzial sieht.

Der Optimismus fällt in eine Phase, in der sich der Kurs nach dem Rekordergebnis zum Halbjahr konsolidiert. Seit der Vorlage der Zahlen ist die Aktie um rund ein Prozent zurückgegangen. Gestern schloss das Papier bei 437,80 Euro und damit 1,4 Prozent unter dem erst kürzlich erreichten 52-Wochen-Hoch von 443,80 Euro.

Uneinheitliches Bild unter den Analysten

Nicht alle Häuser teilen die Zuversicht von Goldman Sachs. UBS und JPMorgan beließen die Aktie am Tag der Zahlenvorlage bei „Neutral“ mit einem Kursziel von jeweils 430 Euro – deutlich unter dem aktuellen Marktkurs. Jefferies stufte das Papier zum selben Zeitpunkt sogar nur mit „Hold“ und einem Kursziel von 325 Euro ein, RBC sah bei „Sector Perform“ ein Ziel von 440 Euro.

Die Spanne der Einschätzungen aus jener Woche reicht damit von deutlich unter bis knapp über dem aktuellen Kursniveau – ein Hinweis darauf, wie unterschiedlich die Wachstumsstrategie des Konzerns von der Analystengemeinde bewertet wird.

Diese Skepsis einiger Häuser steht im Kontrast zur operativen Entwicklung: Allianz hatte für das zweite Quartal ein operatives Ergebnis von 4,9 Milliarden Euro gemeldet, ein Plus von 10,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, bei einem Geschäftsvolumen von 45,6 Milliarden Euro.

Der Konzern bestätigte zugleich den Ausblick für das Gesamtjahr von 17,4 Milliarden Euro operativem Ergebnis, mit einer Schwankungsbreite von einer Milliarde Euro nach oben oder unten. Das auf Anteilseigner entfallende bereinigte Konzernergebnis lag bei 2,595 Milliarden Euro; Reuters berichtete zusätzlich von einem Rückgang um 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr sowie von Restrukturierungskosten in Höhe von 643 Millionen Euro im Quartal.

Was die Kursziel-Spanne für Anleger bedeutet

Die Bandbreite der Kursziele – von 325 Euro bei Jefferies bis 465 Euro bei Goldman Sachs – spiegelt eine Grundsatzfrage wider: Wie nachhaltig ist das aktuell hohe Bewertungsniveau der Aktie? Berenberg äußerte sich nach der Telefonkonferenz zu den Halbjahreszahlen am optimistischsten und bestätigte die Einstufung „Buy“ mit einem Kursziel von 684 Euro, deutlich über allen anderen genannten Werten.

Für Anleger bleibt damit die operative Stärke des Konzerns unbestritten, während die Meinungen darüber auseinandergehen, wie viel davon im Kurs bereits eingepreist ist. Die jüngste Anhebung durch Goldman Sachs deutet darauf hin, dass zumindest ein Teil der Analystengemeinde nach den Rekordzahlen noch Spielraum nach oben sieht – auch wenn andere Häuser mit ihren teils deutlich niedrigeren Kurszielen zur Vorsicht raten.

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