Almonty, Aktie

Almonty Aktie: Haldenbestände bringen 3 Millionen

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 23:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Almonty Industries erhält 3 Millionen US-Dollar und sichert die Verwertung spanischer Wolfram-Reststoffe über mehrere Jahre.

Almonty Industries verkauft Wolfram aus spanischen Halden langfristig
Moderne Bergbauanlage bei Sonnenaufgang mit Fokus auf mineralische Texturen und industrielle Infrastruktur. Illustration mit AI erstellt.

Almonty Industries monetarisiert die Reststoffe seiner spanischen Mine Los Santos im Zuge einer langfristigen Abnahmevereinbarung. Die österreichische Tochtergesellschaft der Sandvik-Gruppe sichert sich damit Zugriff auf Konzentrate aus der Aufbereitung historischer Halden.

Die Vereinbarung ist als sogenannter Take-or-Pay-Vertrag ausgestaltet. Über die mehrjährige Laufzeit sollen mindestens rund 1.720 Tonnen Wolframtrioxid geliefert werden. Dies entspricht ungefähr einem Fünftel des gesamten geschätzten Tailings-Bestands auf dem spanischen Minengelände.

Für die Übertragung der Abnahmerechte erhält Almonty eine bedingte Einmalzahlung in Höhe von 3 Millionen US-Dollar. Die Mine Los Santos liegt etwa 50 Kilometer südlich von Salamanca und befindet sich seit Februar 2020 im Wartungszustand.

Geopolitischer Druck beschleunigt Rohstoffsicherung

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer drängenden Neuordnung westlicher Lieferketten. Das Partnerunternehmen betreibt im österreichischen Sankt Martin im Sulmtal die einzige integrierte Wolfram-Schmelze außerhalb Asiens und Russlands. Zudem treten zum 1. Januar 2027 strenge US-Vorschriften für die Verteidigungsbeschaffung in Kraft, die Wolfram aus China, Russland, Nordkorea und dem Iran bis auf die Minenebene ausschließen.

Für Almonty stellt die Vereinbarung den Einstieg in die kommerzielle Aufbereitung europäischer Altbestände dar. Nach Angaben von CEO Lewis Black soll der Einsatz mobiler Anlagen die Genehmigungsprozesse spürbar verkürzen. Das Unternehmen erwägt, dieses Modell künftig auch auf die portugiesische Mine Panasqueira sowie weitere Standorte in Europa zu übertragen.

Analystenlob trotz jüngster Kursschwäche

An der Wall Street stieß die Vereinbarung auf Zustimmung. Das Analysehaus D.A. Davidson bekräftigte seine Kaufempfehlung für Almonty und bestätigte das Kursziel von 33,00 US-Dollar.

Am Markt hielten sich die Reaktionen dagegen zunächst in Grenzen. Im deutschen Handel notiert das Papier heute bei 12,01 Euro, was einem Tagesverlust von 2,4 Prozent entspricht. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie jedoch ein Plus von 51 Prozent.

Die Verwertung der Haldenbestände verschafft Almonty zusätzliche Liquidität und stärkt zugleich die Rohstoffbasis europäischer Verarbeiter. Angesichts der herannahenden Beschaffungsbeschränkungen in den USA gewinnt die gesicherte Herkunft kritischer Industriemetalle für industrielle und staatliche Abnehmer spürbar an Bedeutung.

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