Almonty Aktie: Rückkaufprogramm nach Produktionsstart
Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 04:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Almonty Industries stellt die Weichen für die Kapitalverwendung nach dem Produktionsstart in Südkorea. Wie das Management in einem Aktionärsbrief mitteilte, soll das Programm unter vorab festgelegten Parametern agieren. Dadurch werden Rückkäufe auch während regulärer handelsfreier Sperrfristen ermöglicht.
Der Schritt folgt auf das Erreichen wichtiger operativer Zwischenziele bei der Sangdong-Wolframmine in Südkorea. Vorstandschef Lewis Black betonte vor den Anteilseignern, dass Phase I der Anlage bereits produziert. Das geplante Rückkaufprogramm unterstreicht das Bestreben der Unternehmensführung, bestehende Aktionäre direkt an künftigen Mittelzuflüssen zu beteiligen und das Vertrauen in die eigene Bewertung zu stärken.
Ausbau der Mine schreitet voran
Parallel zum geplanten Kapitalrückfluss treibt das Unternehmen die Erweiterung der südkoreanischen Förderstätte voran. Für die Phase II in Sangdong liegen die Freigaben vor.
Die Arbeiten im Untertagebereich laufen bereits, während Ausrüstungsaufträge an den Ausrüster Metso vergeben werden. Die Fertigstellung dieser zweiten Ausbaustufe ist für 2027 geplant. Nach Abschluss soll die Verarbeitungskapazität bei bis zu 1,2 Millionen Tonnen Erz pro Jahr liegen.
Zur weiteren Diversifizierung der Versorgungsquellen schloss Almonty Mitte September zudem eine Vereinbarung mit der Regierung von Ruanda. Im Rahmen des Gemeinschaftsunternehmens Almonty Rwanda hält der Konzern 75 Prozent der Anteile. Die staatliche Seite bringt im Gegenzug für eine Beteiligung von 25 Prozent die Explorationskonzession Shyorongi sowie eine Lizenz zur Mineralienverarbeitung ein.
Prüferwechsel und Analysteneinschätzungen
Auf Unternehmensebene vollzog der Konzern am Dienstag zudem einen Wechsel der Wirtschaftsprüfer. Nach Einreichung des entsprechenden Berichts bei der US-Börsenaufsicht legte Zeifmans LLP das Prüfungsmandat auf Wunsch von Almonty nieder. Als neuer Abschlussprüfer wurde PricewaterhouseCoopers LLP bestellt. Nach Unternehmensangaben gab es im Vorfeld des Wechsels weder Meinungsverschiedenheiten noch meldepflichtige Vorfälle.
An den Finanzmärkten sorgte der Übergang vom Minenaufbau in den laufenden Betrieb zuletzt für geteilte Reaktionen.
Die Analysten verwiesen dabei auf die Risiken außergewöhnlich hoher Wolframpreisannahmen sowie auf ein anspruchsvolles Profil für den Produktionshochlauf in Sangdong.
Am Donnerstag schloss das Papier im deutschen Handel bei 11,73 Euro.
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