Altria, Aktie

Altria Aktie: 11-Prozent-Rutsch nach Q2

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 15:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Tabakkonzern Altria verfehlt Gewinnprognosen leicht, während das E-Zigaretten-Geschäft stark zulegt. Anleger reagieren mit deutlichen Kursabschlägen.

Altria Aktie: Kursverlust nach verfehlten Analystenerwartungen
Abstrakte Darstellung einer volatilen Börsenstimmung in einem modernen Finanzumfeld bei gedimmtem Licht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Altria kämpft mit den hohen Erwartungen der Wall Street. Während das Geschäft mit E-Zigaretten kräftig wächst, enttäuscht das Kerngeschäft beim bereinigten Gewinn minimal. Anleger reagierten am Donnerstag mit einem deutlichen Abverkauf.

Analystenziele knapp verfehlt

Im zweiten Quartal 2026 erzielte der Tabakriese einen bereinigten Gewinn von 1,48 US-Dollar je Aktie. Das entspricht einem Plus von knapp drei Prozent zum Vorjahr. Allerdings hatten Analysten im Schnitt mit 1,50 US-Dollar gerechnet.

Der Nettoumsatz stieg nur marginal auf 6,11 Milliarden US-Dollar. Höhere Kosten für Rechtsstreitigkeiten und der Umbau der Produktion im Segment für rauchfreien Tabak drückten auf das Ergebnis. Ohne diese Sondereffekte läge das Wachstum höher.

Hoffnungsträger E-Zigarette

Ein Lichtblick bleibt die dynamische Entwicklung der Marke NJOY. Die Auslieferungen von E-Zigaretten-Geräten sprangen im Vergleich zum Vorquartal um 80 Prozent nach oben. Bei den dazugehörigen Nachfüllpackungen verzeichnete Altria ein Plus von fast 15 Prozent.

Diese Zahlen untermauern den laufenden Konzernumbau. Altria will die Abhängigkeit von klassischen Zigaretten reduzieren. Das Management konkretisierte außerdem den Ausblick für das Gesamtjahr und erwartet nun einen bereinigten Gewinn zwischen 5,61 und 5,72 US-Dollar je Aktie. Das entspräche einem Wachstum von bis zu 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Milliardenschwere Rückgaben an Aktionäre

Das Programm zur Kapitalrückgabe an die Anteilseigner bleibt umfangreich. Allein im ersten Halbjahr flossen fast vier Milliarden US-Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe zurück.

Für weitere Rückkäufe stehen bis Ende 2026 noch rund 665 Millionen US-Dollar bereit. Das Management bestätigte, dass die aktuelle Ermächtigung über insgesamt zwei Milliarden US-Dollar wie geplant im Dezember ausläuft.

An der Börse überwog dennoch die Enttäuschung über die verfehlten Gewinnziele. Die Aktie rutschte auf 60,12 Euro ab. Damit verlor das Papier innerhalb weniger Tage über elf Prozent an Wert und entfernte sich deutlich von seinem jüngsten Rekordstand.

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