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Amasten Fastighets AB Aktie: Rekordwerte, schwächere Ertragskraft

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 09:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Verwaltungsgewinn je Aktie stieg im dritten Quartal um 22 Prozent; Verkäufe und höhere Finanzierungskosten mindern die annualisierte Ertragskraft.
Moderne Wohnimmobilien bei Sonnenuntergang als Symbol für den Immobilienmarkt. Illustration mit AI erstellt.

Das Wohnungsunternehmen, das heute unter dem Namen Neobo firmiert, liefert ein gemischtes Quartal. Der Gewinn je Aktie aus der Verwaltung legt kräftig zu, die künftige Ertragskraft sinkt jedoch spürbar.

Starkes drittes Quartal

Der Gewinn aus der Immobilienverwaltung stieg im dritten Quartal auf 69 Millionen schwedische Kronen, nach 59 Millionen im Vorjahr. Je Aktie ergibt das 0,50 Kronen nach 0,41, ein Plus von 22 Prozent. Treiber waren ein höheres Nettomietergebnis im verbliebenen Bestand und niedrigere zentrale Verwaltungskosten. Aktienrückkäufe verstärken den Effekt je Aktie zusätzlich.

Operativ meldet das Unternehmen einen Bestwert: Der Wohnungsleerstand sank auf 4,4 Prozent, so niedrig wie nie zuvor. Der Gesamtleerstand liegt bei 6,1 Prozent. Zwei Neuvermietungen in Falköping und Strängnäs halfen bei den Gewerbeflächen.

Verkäufe drücken die Ertragskraft

Über neun Monate fällt das Bild schwächer aus. Der Gewinn aus der Verwaltung sank auf 156 Millionen Kronen, nach 161 Millionen. Ein kalter erster Jahresabschnitt trieb die Objektkosten, außerdem fehlen die Erträge verkaufter Objekte.

Die annualisierte Ertragskraft fiel zum 1. Oktober auf 226 Millionen Kronen, nach 255 Millionen zum 1. Juli. Je Aktie sind das 1,63 statt 1,82 Kronen.

Mehrere Faktoren spielen hinein: Auslaufende und umstrukturierte Zinsswaps belasten das Finanzergebnis mit 27 Millionen Kronen. Der durchschnittliche Zinssatz stieg auf 3,8 Prozent, nach 3,4 Prozent Ende 2025.

Der Nettogewinn des Quartals sank auf 50 Millionen Kronen, nach 62 Millionen. Negative Wertänderungen der Immobilien von 92 Millionen Kronen drückten das Ergebnis.

Skaraborg-Verkauf und neues Rückkaufprogramm

Im September verkaufte das Unternehmen alle Objekte in Skara, Skövde und Mariestad für 480 Millionen Kronen. Das liegt 16 Prozent unter dem Buchwert von Ende Juni. Der Vollzug ist für Anfang November geplant. Das Management verweist auf eine schlankere Struktur: drei Kommunen weniger, ein Regionalbüro weniger.

Die Erlöse sollen in Aktienrückkäufe fließen. Vom laufenden 50-Millionen-Programm sind nur noch etwa 7 bis 8 Millionen Kronen offen. Danach will der Vorstand ein neues Programm von bis zu 100 Millionen Kronen bis zur Hauptversammlung 2027 starten. Bei einem Nettovermögenswert von 48,16 Kronen je Aktie sieht die Führung im hohen Abschlag auf diesen Wert ein Argument für die Rückkäufe.

Die Bilanz wirkt stabil. Die Beleihungsquote beträgt 50 Prozent, ein Darlehen über 1,1 Milliarden Kronen wurde nach Quartalsende für drei Jahre mit einer Marge unter dem Portfoliodurchschnitt refinanziert.

Der nächste greifbare Termin ist der Vollzug des Skaraborg-Verkaufs im November. Erst danach lässt sich beurteilen, wie stark die Liquidität die Rückkäufe antreibt und ob die Ertragskraft je Aktie die Lücke durch die Verkäufe schließen kann.

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