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American Electric Power Aktie: 100-Milliarden-Plan

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 13:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de
AEP meldet höhere Quartalsgewinne und plant bis 2031 Investitionen von 100 Milliarden Dollar für Netze und Erzeugung.
American, Electric, Power, Aktie, AEP, Quartalsgewinne, Investitionen, Milliarden, Dollar, Netze Illustration mit AI erstellt.

American Electric Power legt nach: Der Versorger hebt zum dritten Quartal seinen Investitionsplan auf 100 Milliarden Dollar bis 2031 an und schraubt zugleich die Wachstumsziele nach oben. Treiber ist ein rasant steigender Strombedarf durch Rechenzentren und neue Industrieansiedlungen.

Quartal über den Erwartungen

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,23 Dollar, nach 1,80 Dollar im Vorjahresquartal. Analysten hatten im Schnitt mit 2,02 Dollar gerechnet. Der Umsatz wuchs um 13,7 Prozent auf 6,83 Milliarden Dollar, verfehlte damit aber die Konsensschätzung von 6,57 Milliarden Dollar nicht, sondern übertraf sie. Nach GAAP verdiente AEP 2,18 Dollar je Aktie.

Für 2026 peilt das Management nun das obere Ende oder mehr der Spanne von 6,25 bis 6,55 Dollar je Aktie an. Erstmals nennt AEP zudem Zielkorridore für die Folgejahre: 6,75 bis 7,05 Dollar für 2027 und 7,40 bis 7,70 Dollar für 2028.

Die Aktie gab vorbörslich um gut ein Prozent nach. Die Zahlen allein erklären das kaum, die Erwartungen waren offenbar hoch.

Nachfrage füllt das Investitionsbuch

Im dritten Quartal unterschrieb AEP neue Lastzusagen von 15 Gigawatt. Die vertraglich abgesicherte zusätzliche Last soll bis 2031 auf 84 Gigawatt wachsen. Berücksichtigt werden nur Projekte mit rechtsverbindlichen Verträgen oder Absichtserklärungen.

Aus dieser Nachfrage speist sich der Kapitalplan. Rund 37 Milliarden Dollar fließen in Übertragungsnetze, 36 Milliarden in Erzeugungskapazitäten und etwa 22 Milliarden in Verteilnetze. Die regulierte Anlagenbasis soll dadurch bis 2031 auf 162 Milliarden Dollar steigen, was einem jährlichen Wachstum von mehr als 13 Prozent entspricht.

Daraus leitet AEP ein Gewinnwachstum von 9 bis 11 Prozent pro Jahr von 2027 bis 2031 ab. Als Basis dient der ursprüngliche Mittelwert der 2026er-Prognose von 6,30 Dollar.

Wer zahlt für den Ausbau?

Politisch heikel ist die Frage der Strompreise. AEP verweist auf Take-or-pay-Verträge mit Großkunden, die Fixkosten des Systems auf mehr Schultern verteilen. Der erwartete Entlastungseffekt für private Haushalte steigt auf bis zu 21 Milliarden Dollar, nach zuvor 16 Milliarden. Als Beispiel nennt der Konzern eine zweite geplante Tarifsenkung in Indiana.

Konzernchef Bill Fehrman spricht von einer „nächsten Wachstumsphase aus einer Position der Stärke". Ob Rechenzentren tatsächlich im angekündigten Tempo ans Netz gehen, räumt AEP selbst als Unsicherheit ein. Die Zielkorridore für 2027 und 2028 liefern nun konkrete Messlatten für die kommenden Quartalsberichte.

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