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American Water Works Aktie: 74,9 Millionen aus Tarifanpassung

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 03:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

American Water Works erhält in Pennsylvania höhere Tarife und treibt die Essential-Utilities-Übernahme voran. Der Versorger bestätigt seine Jahresprognose und erhöht die Dividende.

American Water Works: Neue Tarife und Fusionsfortschritt beflügeln Wachstum
Moderne Wasserinfrastruktur mit Rohren und Ventilen vor einem Wasserreservoir. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der US-Wasserversorger American Water Works setzt seinen Wachstumskurs durch regulatorische Fortschritte und solide Quartalsergebnisse fort. Seit gestern gelten für die Tochtergesellschaft Pennsylvania American Water neue Tarife, die nach einer Entscheidung der zuständigen Aufsichtsbehörde Pennsylvania PUC umgesetzt wurden. Diese Maßnahme sichert dem Unternehmen jährliche Mehreinnahmen in Millionenhöhe und stützt die langfristigen Gewinnziele des Konzerns.

Regulatorische Erfolge in Pennsylvania und bei Fusionen

Die am Donnerstag in Kraft getretene Tarifanpassung in Pennsylvania umfasst eine jährliche Umsatzsteigerung von insgesamt 74,9 Millionen US-Dollar. Davon entfallen 45,3 Millionen US-Dollar auf das Wassergeschäft, was einem Anstieg von 4,75 Prozent entspricht, sowie 29,6 Millionen US-Dollar auf den Abwasserbereich (plus 14,17 Prozent). Damit genehmigte die Behörde zwar weniger als die ursprünglich geforderten 159,5 Millionen US-Dollar, sorgt jedoch für eine kalkulierbare Einnahmebasis im wichtigen Heimatmarkt Pennsylvania.

Parallel dazu schreiten die Vorbereitungen für die geplante Fusion mit Essential Utilities voran. Nachdem bereits die Behörden in Kentucky am 21. April und in Ohio am 13. Mai zugestimmt hatten, erteilte die Virginia State Corporation Commission am 22. Juni die dritte wesentliche Genehmigung. American Water Works geht weiterhin davon aus, die Transaktion bis zum Ende des ersten Quartals 2027 abzuschließen.

Starke Halbjahresbilanz und bestätigte Prognose

Finanziell blickt das Unternehmen auf ein erfolgreiches zweites Quartal zurück. Wie American Water Works Ende Juli bekannt gab, stieg der bereinigte Gewinn pro Aktie im Zeitraum von April bis Juni auf 1,61 US-Dollar, nach 1,49 US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Für das gesamte erste Halbjahr 2026 beläuft sich das bereinigte Ergebnis damit auf 2,62 US-Dollar je Aktie.

Auf Basis dieser Entwicklung bestätigte das Management die Prognose für das Gesamtjahr 2026. Der bereinigte Gewinn pro Aktie soll sich in einer Spanne zwischen 6,02 und 6,12 US-Dollar bewegen. Auch an den langfristigen Zielen hält der Versorger fest: Bis zum Jahr 2030 wird ein jährliches Wachstum des Gewinns und der Dividende von jeweils 7 bis 9 Prozent angestrebt.

Die Aktionäre partizipieren bereits kurzfristig an der Stabilität des Geschäftsmodells. Das Board erklärte am Dienstag eine Quartalsdividende von 0,8950 US-Dollar je Aktie, die am 1. September ausgezahlt wird.

Investitionen und Netzerweiterungen

Um die Versorgungsqualität sicherzustellen, investierte American Water Works in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres rund 1,8 Milliarden US-Dollar in seine Infrastruktur. Zudem konnte das Unternehmen sein Kundennetzwerk durch strategische Zukäufe erweitern.

Am 1. Juni schloss der Konzern die Übernahme von Wasser- und Abwassersystemen der Nexus Water Group für 315 Millionen US-Dollar ab. Dieser Zukauf brachte etwa 47.000 zusätzliche Kundenverbindungen in acht US-Bundesstaaten ein, darunter Illinois, New Jersey und Virginia. Insgesamt befinden sich derzeit weitere 57.000 Kundenanschlüsse in vertraglichen Vereinbarungen zur Übernahme.

An der Börse notierte das Papier am Donnerstag zum Handelsschluss bei 118,40 Euro. Mit einem Abstand von 5,1 Prozent zum 200-Tage-Durchschnitt bewegt sich der Wert in einem stabilen Umfeld. Bis zum 52-Wochen-Hoch bei 124,20 Euro fehlen der Aktie derzeit noch rund 4,7 Prozent.

Zur Finanzierung des weiteren Wachstums platzierte die Tochtergesellschaft American Water Capital Corp bereits im Mai eine Senior-Anleihe im Volumen von 500 Millionen US-Dollar mit einer Laufzeit bis 2029.

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