AMG, Aktie

AMG Aktie: EBITDA-Prognose auf 250 Millionen angehoben

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 11:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AMG übertrifft Erwartungen im zweiten Quartal dank Lithium-Erholung, dämpft aber die Hoffnungen für das dritte Quartal.

AMG Critical Materials: Prognose angehoben trotz verhaltener Aussichten
Digitale Finanzmarkt-Grafik mit steigenden Aktienkursen auf einem modernen Monitor. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Glänzende Zahlen, aber ein vorsichtiger Blick voraus – AMG Critical Materials zeigt im zweiten Quartal 2026 zwei Gesichter. Während die Gewinne kräftig sprudeln, dämpft das Management die Erwartungen für den Herbst. Anleger reagieren zunächst zurückhaltend auf die neuen Daten.

Starke Zahlen durch Lithium-Erholung

Der Umsatz kletterte im zweiten Jahresviertel um 19 Prozent auf 522,7 Millionen Dollar. Vor allem die Bereiche Lithium und Vanadium trieben das Geschäft an. Davon blieb deutlich mehr hängen.

Das bereinigte EBITDA stieg um fast ein Drittel auf 91,7 Millionen Dollar. Parallel dazu verdoppelte sich der Nettogewinn auf 28,5 Millionen Dollar. Ein wesentlicher Treiber war die Erholung der Lithiumpreise.

Davon profitierte die Bilanz durch eine Lagerwertberichtigung von rund zehn Millionen Dollar. Dank der starken Entwicklung hebt der Konzern seine Ziele an. Für das Gesamtjahr peilt AMG nun ein bereinigtes EBITDA zwischen 230 und 250 Millionen Dollar an. Zuvor lag die Obergrenze bei 240 Millionen Dollar.

Strategischer Umbau und Ausblick

Allerdings warnt das Management vor einem schwächeren dritten Quartal. Einige Lithium-Lieferungen verschoben sich aus dem ersten Quartal in das jetzige Rekordquartal. Dieser Sondereffekt wird im nächsten Bericht fehlen.

Hinzu kommt ein Sondergewinn im Vanadium-Segment, der sich so wohl nicht wiederholen wird. Dennoch bleibt die Dividende stabil. Aktionäre erhalten eine Zwischendividende von 0,20 Euro je Aktie.

Parallel dazu ordnet AMG das Portfolio neu. Der Verkauf der Graphit Kropfmühl GmbH brachte 64 Millionen Dollar ein. Mit der Übernahme von Zinnwald Lithium sicherte sich das Unternehmen weiteren Zugriff auf europäische Rohstoffe.

An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 28,16 Euro. Der Relative-Stärke-Index deutet mit einem Wert von 36 darauf hin, dass das Papier bereits nah an einer überverkauften Zone liegt. Die Liquidität von über 500 Millionen Dollar verschafft dem Konzern derweil Spielraum für weitere Investitionen. Aktionäre blicken nun auf die Quartalszahlen im November, um die Beständigkeit der neuen Prognose zu prüfen.

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