Amkor, Aktie

Amkor Aktie: 1,5-Milliarden-Vertrag mit Nvidia

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 03:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Amkor sichert sich 1,5-Milliarden-Dollar-Auftrag von Nvidia für Advanced Packaging. Trotz starkem Q2 und KI-Boom belasten Branchenschwäche und Analysten-Skepsis den Kurs.

Amkor und Nvidia: Milliarden-Deal treibt Aktie trotz Chip-Ausverkauf
Hochmoderne Halbleiterfertigung mit leuchtenden Silizium-Wafern als Symbol für industrielle Technologiekooperationen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Halbleiterspezialist Amkor Technology hat eine weitreichende Kooperation mit dem Branchenriesen Nvidia vereinbart. Der Multi-Jahres-Vertrag im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar konzentriert sich auf den Bereich Advanced Packaging und die gemeinsame Entwicklung am US-Standort Arizona.

Trotz dieser strategischen Allianz sah sich die Aktie zuletzt einem volatilen Marktumfeld gegenüber, da ein branchenweiter Ausverkauf im Chipsektor die Kursgewinne begrenzte.

Strategische Partnerschaft im Bereich Advanced Packaging

Die Vereinbarung mit Nvidia markiert einen Meilenstein für Amkor. Das Unternehmen wird künftig komplexe Verpackungslösungen für Halbleiter in den USA bereitstellen, um Engpässe in der Lieferkette zu minimieren.

Parallel dazu präsentierte das Management starke Zahlen für das zweite Quartal 2026. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26 Prozent auf 1,90 Milliarden US-Dollar. Dabei verbesserte sich die Bruttomarge signifikant von 12,0 Prozent auf 16,8 Prozent.

Das Ergebnis je Aktie lag mit 0,70 US-Dollar deutlich über den Erwartungen des Marktes. Um die steigende Nachfrage nach KI-Infrastruktur zu bedienen, plant Amkor für das laufende Jahr massive Investitionen. Das Budget für Investitionsausgaben (CapEx) wurde auf eine Spanne zwischen 2,5 und 3,0 Milliarden US-Dollar festgesetzt. Diese Mittel sollen primär in den Ausbau der Kapazitäten für fortschrittliche Verpackungstechnologien fließen.

Institutionelle Anleger bauen Positionen aus

Während der breite Markt am Montag unter Abgabedruck litt – wobei Titel wie Micron und Teradyne deutliche Verluste verzeichneten –, nutzten große Vermögensverwalter das Niveau für Zukäufe. Meldungen aus dem zweiten Quartal belegen ein verstärktes Interesse institutioneller Investoren.

So erwarben unter anderem die Bank of New York Mellon und die Deutsche Bank nennenswerte Aktienpakete. Insgesamt befinden sich rund 42,8 Prozent der Anteile in den Händen von Institutionen.

Im deutschen Handel schloss das Papier gestern bei 41,97 Euro. Trotz der jüngsten Korrekturen verzeichnet der Wert seit Jahresbeginn ein Plus von 24 Prozent. Der aktuelle Kurs liegt jedoch mit einem Abstand von 50 Prozent deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch, das im Juni erreicht wurde. Diese Diskrepanz spiegelt die Sorgen einiger Marktteilnehmer wider, die trotz der Rekordzahlen beim Ausblick vorsichtiger agieren.

Analysten bewerten Zukunftsaussichten unterschiedlich

Die Prognose für das dritte Quartal 2026 sieht einen Umsatz zwischen 1,95 und 2,05 Milliarden US-Dollar vor. Diese Schätzung löste bei einigen Analysten Bedenken hinsichtlich des Timings und der Endmarktentwicklung aus.

Die Experten von B. Riley stuften die Aktie daraufhin auf „Neutral“ herab und senkten das Kursziel von 75 auf 65 US-Dollar. Sie verwiesen auf Unsicherheiten im kurzfristigen Ausblick, auch wenn die langfristige Story durch den Nvidia-Deal intakt bleibe.

Demgegenüber steht die Einschätzung von Zacks, die das Papier weiterhin als „Strong Buy“ führen. Hier werden vor allem das erwartete Gewinnwachstum für das dritte Quartal und die günstige Bewertung im Vergleich zum Branchendurchschnitt hervorgehoben.

Für einkommensfokussierte Anleger bleibt zudem die Dividende relevant: Amkor hat eine Ausschüttung von 0,0835 US-Dollar pro Aktie angekündigt, die am 22. September ausgezahlt wird. Der Ex-Tag für diese Dividende ist der kommende Mittwoch, der 2. September.

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