Amphenol Aktie: 10,7 Milliarden Dollar Aufträge
Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 19:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die globale Aufrüstung bei künstlicher Intelligenz sorgt bei Amphenol für volle Kassen. Der Spezialist für Verbindungstechnik übertraf die Markterwartungen im zweiten Quartal 2026 deutlich. Ein Rekord-Auftragsbestand untermauert das massive Wachstum des Konzerns.
Der Umsatz kletterte im Vorjahresvergleich um 55 Prozent auf 8,76 Milliarden Dollar. Beim bereinigten Gewinn je Aktie meldete Amphenol einen Wert von 1,35 Dollar. Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit 1,16 Dollar gerechnet.
Vor allem die Nachfrage aus Rechenzentren befeuerte dieses Ergebnis. Die globale Expansion von KI-Anwendungen verlangt nach immer komplexeren Steckverbindungen und Sensoren. Das organische Wachstum erreichte in diesem Umfeld 30 Prozent.
Parallel dazu profitierte die operative Marge von deutlichen Effizienzgewinnen. Sie stieg auf 29,8 Prozent, nach 25,1 Prozent im Vorjahr. Ein Sondereffekt aus der Rückerstattung früherer Zölle in Höhe von 80 Millionen Dollar stützte diese Entwicklung.
Das Unternehmen sammelte allein im zweiten Quartal Aufträge im Wert von 10,7 Milliarden Dollar ein. CEO R. Adam Norwitt sieht Amphenol damit als zentralen Akteur im Umbau der weltweiten IT-Infrastruktur. Die Nachfrage nach Hochleistungs-Verbindungen für das Computing bleibt ungebrochen hoch.
Für das dritte Quartal peilt der Vorstand nun ehrgeizige Ziele an. Der Umsatz soll zwischen 9,3 und 9,4 Milliarden Dollar liegen. Obendrein rechnet das Management mit einem Gewinn je Aktie von bis zu 1,42 Dollar.
Die Integration der CommScope-Sparte verläuft derweil besser als geplant. Amphenol erwartet aus diesem Zukauf nun einen Jahresumsatz von 4,6 Milliarden Dollar. Das entspricht einer Steigerung von 500 Millionen Dollar gegenüber der ersten Prognose nach der Übernahme.
Die Aktie sprang am Mittwoch um mehr als sieben Prozent auf 135,54 Euro nach oben. Damit schob sich das Papier wieder über die Marke des 50-Tage-Durchschnitts von rund 134,60 Euro. Anleger fokussieren sich nun auf die Abarbeitung des massiven Auftragsbergs im dritten Quartal.
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