ams-OSRAM Aktie: Automechanika rĂŒckt NachrĂŒstgeschĂ€ft ins Zentrum
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 10:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mit dem Abschluss des Messeauftritts auf der Automechanika in Frankfurt rĂŒckt ams-OSRAM das automobile NachrĂŒstgeschĂ€ft stĂ€rker in den Mittelpunkt. Der Technologiekonzern zeigte dort unter dem Motto âBe Road Readyâ sein Portfolio fĂŒr den Zubehörmarkt. Im Fokus standen LED-Retrofit-Lösungen, Systeme zur ReifendruckĂŒberwachung sowie AusrĂŒstung fĂŒr die Pannenhilfe.
Damit unterstreicht das Unternehmen seine BemĂŒhungen, das margenstarke KerngeschĂ€ft rund um Beleuchtung und Sensorik fĂŒr Fahrzeuge weiter auszubauen. Am Aktienmarkt verzeichnete der Titel am Freitag einen Anstieg um 2,6 Prozent auf 18,05 Euro.
Portfoliobereinigung in SchwabmĂŒnchen
Parallel zur SchĂ€rfung des Produktangebots setzt der Konzern den Umbau seiner Produktionsstrukturen fort. Vor gut einer Woche vereinbarte ams-OSRAM mit der Elmet Technologies GmbH den Verkauf der FertigungsaktivitĂ€ten fĂŒr Wolfram und MolybdĂ€n am deutschen Standort SchwabmĂŒnchen.
Die Transaktion soll nach Angaben des KÀufers im ersten Quartal 2027 abgeschlossen werden. Der Vollzug steht noch unter dem Vorbehalt der erforderlichen behördlichen Freigaben. Durch die Trennung von Randbereichen will sich das Unternehmen enger auf seine Kernkompetenzen im Halbleiter- und Lichtsektor ausrichten.
Analysten begleiten diese Entwicklung mit vorsichtigem Optimismus. Medienberichten zufolge hob Deutsche Bank Research am Montag das Kursziel fĂŒr das Papier von 16 CHF auf 19 CHF an. Die Einstufung belieĂ das Haus unverĂ€ndert auf âHoldâ.
Operative Ziele und Auftragslage
RĂŒckendeckung erhĂ€lt der Konzernumbau durch die operativen Zahlen, die das Unternehmen vor rund zwei Wochen vorlegte. FĂŒr das zweite Quartal 2026 wies ams-OSRAM einen Umsatz von 805 Millionen Euro sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von 16,9 Prozent aus.
FĂŒr das laufende dritte Quartal 2026 peilt das Management einen Umsatz in der Spanne von 770 Millionen Euro bis 870 Millionen Euro an. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei rund 16,0 Prozent liegen.
ZusÀtzliche StabilitÀt verspricht das NeugeschÀft: Im zweiten Quartal 2026 sicherte sich der Konzern Design-Wins im Volumen von 1,6 Milliarden Euro. Zusammen mit den ersten drei Monaten summierten sich die NeuauftrÀge im ersten Halbjahr 2026 damit auf rund 2,5 Milliarden Euro.
Trotz der jĂŒngsten Konsolidierung an der Börse spiegelt sich die eingeleitete Neuausrichtung auch im Jahresverlauf wider: Seit Jahresanfang steht bei der Aktie ein Plus von 114 Prozent zu Buche.
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