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Apex Critical Metals Aktie: Bohrphase am Elk Creek angelaufen

Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 11:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apex Critical Metals beruft Trevor Hall in den Verwaltungsrat und startet Bohrungen in Nebraska. Zudem notiert die Aktie nun in Paris.

Apex Critical Metals: Neuer Board-Posten und Bohrstart in Nebraska
Bohrgerät auf einer Bergbau-Explorationsstätte in einer Berglandschaft während der Erkundungsphase. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Apex Critical Metals hat mit Trevor Hall einen neuen Namen in seinem Board of Directors platziert. Der CEO von Clear Commodity Network und Moderator des Podcasts Mining Stock Daily soll laut Unternehmensangaben künftig das Stakeholder-Engagement und die Unternehmenskommunikation für das Rift-Projekt in Nebraska verantworten. Die Personalie wurde am Mittwoch bekannt und reiht sich in eine Phase ein, in der das Unternehmen sein Nebraska-Vorhaben operativ vorantreibt.

Bohrbetrieb am Elk Creek Carbonatite Complex angelaufen

Medienberichten zufolge ist Apex Critical Metals inzwischen in die aktive Bohrphase am Elk Creek Carbonatite Complex in Nebraska eingetreten. Möglich wurde dies, nachdem zentrale regulatorische Genehmigungshürden im Jahresverlauf ausgeräumt wurden. Grundlage dafür war der im Januar von der Nebraska Department of Water, Energy and Environment erteilte Explorationsgenehmigung, die dem Unternehmen die erste eigene Bohrkampagne am Rift-Projekt erlaubte. Der Zeitpunkt der Board-Erweiterung fällt damit in eine Phase, in der Apex Critical Metals verstärkt auf externe Kommunikation und Investor Relations setzt, während die operative Feldarbeit anläuft.

Die geologische Grundlage für das Interesse am Rift-Projekt lieferten Untersuchungsergebnisse aus der Trinity Zone, die im Juni veröffentlicht wurden. Dort wiesen Bohrkerne Abschnitte von 14,9 Metern mit 5,09 Prozent Seltenerdoxiden (TREO) sowie 12,3 Metern mit 5,63 Prozent TREO auf. Solche Gehalte gelten in der Seltenerdbranche als hochgradig und dürften mit ein Grund dafür sein, warum das Unternehmen nun in die Bohrausweitung investiert und sein Führungsgremium mit Blick auf die öffentliche Wahrnehmung verstärkt.

Finanzierung und Kapitalmarktpräsenz ausgebaut

Für das nötige Kapital sorgte Anfang Juni eine aufgestockte Privatplatzierung, die Apex Critical Metals mit Bruttoerlösen von 15.000.500 kanadischen Dollar abschloss. Ausgegeben wurden dabei 7.895.000 Einheiten zu je 1,90 kanadischen Dollar, begleitet von Canaccord Genuity Corp. und Red Cloud Securities Inc. als Platzierungsagenten. Parallel erweiterte das Unternehmen im Juli seine Kapitalmarktpräsenz: Die Aktien wurden an der Euronext Access Paris unter dem Kürzel MLAPX zum Handel zugelassen, ein Schritt, mit dem Apex Critical Metals nach eigenen Angaben die europäische Aktionärsbasis verbreitern will.

Auf der operativen Seite ist Nebraska nicht das einzige Standbein. Ende Juni verlegte das Unternehmen einen Diamantbohrer von Proterra Drilling Ltd. zum vollständig eigenen Cap-Critical-Minerals-Projekt in British Columbia, um dort ein 1.200 Meter umfassendes Explorationsprogramm zu starten, das auf Niob sowie geophysikalische Anomalien zielt. Damit verfolgt Apex Critical Metals zwei parallele Explorationsschienen in Kanada und den USA.

Finanziell zeigt der jüngste Zwischenbericht für das dritte Geschäftsquartal zum 30. April 2026 einen Nettoverlust von 2,63 Millionen kanadischen Dollar. Für ein Explorationsunternehmen in dieser Phase ist ein solcher Verlust angesichts laufender Bohrprogramme und Genehmigungsverfahren keine Überraschung, unterstreicht aber den fortlaufenden Kapitalbedarf, den die Privatplatzierung im Juni adressieren sollte.

Kursbild bleibt unter Druck

An der Börse hat die operative Dynamik dem Aktienkurs bislang nicht geholfen. Das Papier schloss am Donnerstag bei 0,7510 Euro und verlor damit 2,97 Prozent gegenüber dem Vortag. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 48,56 Prozent zu Buche, ein deutlicher Einbruch, der die operativen Fortschritte bei Bohrungen und Finanzierung konterkariert. Vom 52-Wochen-Hoch bei 3,09 Euro, das Mitte Oktober markiert wurde, ist die Aktie inzwischen 75,70 Prozent entfernt. Anleger bewerten damit trotz hochgradiger Bohrergebnisse, frischem Kapital und der neuen Notierung in Paris das Chance-Risiko-Profil des Explorationswerts derzeit vorsichtig. Ob die anlaufenden Bohrprogramme in Nebraska und British Columbia diese Skepsis in den kommenden Monaten drehen können, dürfte maßgeblich von neuen Untersuchungsergebnissen abhängen.

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