Apple Aktie: Analysten uneins bei iPhone 18
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 00:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Selten fallen die Einschätzungen zu einem Apple-Produktstart so unterschiedlich aus wie beim iPhone 18 Pro. Während UBS von einer verhaltenen Nachfrage spricht, sehen Evercore ISI und BofA Securities deutliche Kaufsignale. Die Aktie selbst notiert weit über dem skeptischsten Kursziel im Feld.
UBS bleibt skeptisch, andere Häuser optimistisch
UBS bestätigte ihre neutrale Einstufung und ein Kursziel von 296 US-Dollar — deutlich unter dem aktuellen Kursniveau von 337 US-Dollar. Als Beleg führt die Bank Wartezeiten-Daten aus mehr als 30 Regionen an: Für das Pro-Max-Modell liegen sie weltweit bei rund 23 Tagen, etwa zwei Tage kürzer als im Vorjahr.
Beim regulären Pro-Modell sind es rund 16 Tage, ebenfalls ein leichter Rückgang. In China verkürzten sich die Wartezeiten spürbar, was UBS auch mit dem bevorstehenden Start des "Duo"-Modells im kommenden Monat erklärt. In den USA dagegen zogen sie leicht an.
UBS führt die insgesamt gedämpfte Anfangsnachfrage auf die starke Vorgängerserie iPhone 17, moderate Modelländerungen und höhere Verkaufspreise zurück. Auffällig: 13 Analysten haben ihre Gewinnschätzungen für die kommende Periode jüngst nach unten korrigiert.
Andere Häuser zeichnen ein gegensätzliches Bild. Evercore ISI hob das Kursziel auf 380 Dollar an und bekräftigte die Kaufempfehlung — laut einer eigenen Umfrage planen 53 Prozent der Befragten den Kauf eines iPhone 18 Pro oder Pro Max, ein für Apple ungewöhnlich starker Auftakt im Erneuerungszyklus.
BofA Securities bestätigte sein Kursziel von 370 Dollar und verweist auf höhere Inkaufnahme-Boni US-amerikanischer Mobilfunkanbieter, die den gestiegenen Verkaufspreis abfedern. JPMorgan sieht ebenfalls positive Signale für den Konzern.
Die Kursziele der Analysten reichen damit von 296 bis 380 Dollar — eine Spanne, die zeigt, wie gespalten das Bild aktuell ist. Während UBS strukturelle Nachfrageschwäche fürchtet, lesen Evercore und BofA die gleichen Frühdaten als Bestätigung eines soliden Zyklus.
Streikaktion in Italien, politische Nebenschauplätze
Am Verkaufsstart des iPhone 18 Pro streikten in Italien mehr als 1.600 Beschäftigte in 17 Apple Stores gegen ihre Arbeitsbedingungen — ein Vorfall mit begrenzter finanzieller Relevanz, der aber Aufmerksamkeit auf die Lieferketten- und Personalpolitik des Konzerns lenkt.
Parallel dazu soll Apple-Chef Tim Cook laut Berichten den chinesischen Staatschef Xi Jinping bei dessen Treffen mit US-Präsident Trump am Donnerstag in Washington begleiten — neben Vertretern von OpenAI und möglicherweise BYD.
Die kommenden Wochen dürften zeigen, welche der beiden Nachfrage-Lesarten sich bestätigt. Mit dem Marktstart des iPhone-18-Duo-Modells im Oktober liefert Apple selbst die nächste Datenbasis, an der sich UBS' vorsichtige Prognose und die optimistischeren Kursziele von Evercore und BofA messen lassen müssen.
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