Apple Aktie: BofA warnt vor Margendruck
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 19:59 Uhr | Redaktion boerse-global.deApples Einkaufsmacht bei Speicherchips gerĂ€t unter Druck. FĂŒr Anleger liegt das Risiko nicht allein in höheren Bauteilkosten: Apple muss entscheiden, wie viel davon der Konzern ĂŒber Preise und Produktmix auffangen kann, ohne die Nachfrage zu belasten.
KI-Nachfrage verÀndert die KrÀfteverhÀltnisse
Laut TrendForce schlossen Meta, Microsoft und Amazon in diesem Jahr höherpreisige langfristige LiefervertrĂ€ge mit Kioxia. Damit verĂ€ndert sich das Umfeld fĂŒr Apples Speicherbeschaffung. Anbieter können auf zusĂ€tzliche Nachfrage aus dem KI-GeschĂ€ft setzen, wĂ€hrend Apple einen wachsenden Kostenanteil seiner GerĂ€te absichern muss.
Der steigende Anteil macht Speicherpreise zu einem wichtigen Hebel fĂŒr die Wirtschaftlichkeit der GerĂ€te. Höhere Verkaufspreise könnten einen Teil der Belastung ausgleichen. Ob Apple diese durchsetzen kann, ist damit fĂŒr Anleger ebenso wichtig wie die reine Absatzentwicklung.
Apple soll deshalb langfristige NAND-LiefervertrĂ€ge prĂŒfen. Als möglicher Partner gilt Kioxia. Eine bestĂ€tigte Vereinbarung ist das nicht. Solche VertrĂ€ge wĂ€ren vor allem eine Antwort auf die verĂ€nderte Beschaffungslage.
Bank of America sieht Belastungen fĂŒr die Marge
Die Bank of America beziffert das mögliche AusmaĂ des Kostendrucks. Höhere Speicherpreise könnten die iPhone-Bruttomarge zunĂ€chst um 900 Basispunkte belasten. Nach Preis-, Mix- und KostenmaĂnahmen rechnet das Haus noch mit 500 Basispunkten. FĂŒr die Konzernbruttomarge veranschlagt es einen negativen Effekt von 250 Basispunkten.
Diese Unterscheidung ist entscheidend: GegenmaĂnahmen könnten den Kostenschub abfedern, nach EinschĂ€tzung der Analysten aber nicht vollstĂ€ndig ausgleichen. Ein höherer Anteil teurerer Modelle allein wĂŒrde das Problem demnach nicht lösen.
FĂŒr das MĂ€rzquartal erwartet die Bank eine Konzernbruttomarge von 43,6â44,6%. Der von ihr genannte Konsens liegt bei 47,7%. Damit fĂ€llt ihre EinschĂ€tzung deutlich vorsichtiger aus als die durchschnittliche Markterwartung.
Trotz dieser Warnung hĂ€lt die Bank of America an ihrer Kaufempfehlung fest. Sie betrachtet die Belastungen als vorĂŒbergehend und erwartet eine Margenerholung gegen Ende des GeschĂ€ftsjahres 2027 beziehungsweise Anfang des GeschĂ€ftsjahres 2028.
Beschaffungspolitik wird zum Anlegerthema
FĂŒr Apple zĂ€hlt damit nicht nur, wie viele GerĂ€te verkauft werden. Ebenso wichtig wird, zu welchen Bedingungen der Konzern Speicher einkauft und wie wirksam er Mehrkosten auffĂ€ngt. Langfristige Liefervereinbarungen und die Preispolitik rĂŒcken dadurch stĂ€rker in den Fokus.
Der angekĂŒndigte Quartalsbericht am 2. November nach US-Börsenschluss bietet den nĂ€chsten Anlass fĂŒr eine Bewertung. Entscheidend sind dabei Aussagen zu Komponentenpreisen und zur Margenentwicklung. Die zentrale Anlegerfrage lautet, ob Apple seine Ertragskraft trotz schwĂ€cherer Verhandlungsmacht im Einkauf verteidigen kann.
Apple-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Apple-Analyse vom 30. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Apple-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf fĂŒr Apple-AktionĂ€re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Apple: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
