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Apple Aktie: Jefferies senkt auf Underperform

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 19:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Jefferies senkt Apple-Rating wegen Produktionssorgen und Margendruck. Trotz Kursverlusten bleibt die Jahresbilanz positiv, während ein Führungswechsel bevorsteht.

Apple-Aktie unter Druck: Jefferies-Downgrade und steigende Kosten belasten
Abstraktes, stimmungsvolles Bürogebäude bei Dämmerung als Symbol für eine vorsichtige Markteinschätzung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Aktie von Apple gerät am heutigen Dienstag unter Verkaufsdruck, nachdem das Analysehaus Jefferies die Bewertung des Technologiekonzerns herabgestuft hat. Im Kern der Skepsis stehen widersprüchliche Berichte über die künftige Produkt-Roadmap des iPhones sowie drastisch steigende Produktionskosten, die die Gewinnmargen belasten könnten. Die Apple-Aktie notiert im heutigen Handel bei 265,40 € und verzeichnet damit ein Minus von 0,45 %.

Streit um das iPhone zum 20. Jubiläum

Analyst Edison Lee von Jefferies hat das Rating für Apple auf „Underperform“ gesenkt und das Kursziel auf 263,66 US-Dollar reduziert. Als Hauptgrund nennt die Bank Informationen aus der Lieferkette, wonach Apple die Pläne für ein vollständig aus Glas gefertigtes iPhone („All-Glass“), das für das 20. Jubiläum im Jahr 2027 vorgesehen war, aufgrund einer zu geringen Produktionsausbeute gestrichen habe. Laut Jefferies drohe durch den Wegfall dieses Innovationstreibers ein Verlust an preislicher Durchsetzungskraft.

Diesem negativen Szenario widersprechen Berichte des Nachrichtendienstes Bloomberg. Demnach hält Apple weiterhin an einem umfassenden Redesign für das Jahr 2027 fest.

Die internen Prototypen mit den Bezeichnungen V73 und V74 sähen zwar kein reines Glasgehäuse vor, würden aber auf eine neue Kombination aus Glasvorder- und -rückseite mit einem markanten Metallrahmen setzen. Lediglich eine noch ambitioniertere Vision ohne Metallanteile sei verworfen worden, da das Design im Teststadium nicht stabil genug gewesen sei.

Kostenexplosion bei Speicherkomponenten

Parallel zu den Design-Diskussionen rücken die steigenden Herstellungskosten in den Fokus. Daten von TrendForce belegen eine massive Teuerung in der Produktion: Die Materialkosten für das iPhone 18 Pro sind im Vergleich zum Vorjahr um 38 % gestiegen. Dieser Sprung wird primär durch die Preise für Speicherchips getrieben, deren Anteil an den Gesamtkosten eines Geräts von 10 % im Jahr 2025 auf zuletzt 34 % im dritten Quartal 2026 angewachsen ist.

Um diesen Kostensteigerungen entgegenzuwirken, hat Apple Berichten zufolge seine Strategie bei der Lagerhaltung geändert. Der Konzern erhöhte seine Bestände an OLED-Panels von den üblichen vier auf sechs Wochen, um sich gegen künftige Preissprünge bei Komponenten und Rohstoffen abzusichern. Analysten von Jefferies befürchten dennoch, dass Apple diese Mehrkosten nicht vollständig an die Kunden weitergeben kann, ohne die Absatzzahlen zu gefährden.

Strategischer Umbruch unter neuer Führung

Trotz der aktuellen Kursverluste weist Apple seit Jahresanfang noch ein Plus von 14,25 % auf. Das Papier notiert derzeit jedoch etwa 12,06 % unter seinem 52-Wochen-Hoch, das Ende Juli erreicht wurde.

Anleger blicken nun gespannt auf den September, der für Apple einen doppelten Wendepunkt markiert. Neben der erwarteten Vorstellung des ersten faltbaren iPhones, das laut Marktbeobachtern Preise von über 2.000 US-Dollar erreichen könnte, steht ein Wechsel an der Konzernspitze an.

Am 1. September 2026 wird John Ternus offiziell die Nachfolge von CEO Tim Cook antreten, der in die Rolle des Executive Chairman wechselt. Ternus übernimmt das Unternehmen in einer Phase, in der Apple verstärkt auf KI-Kooperationen setzt, wie etwa die jüngst veröffentlichte Integration von Alibabas Qwen-Dienst für Mac-Nutzer in China zeigt.

Ob der neue Chef die durch das Downgrade aufgekommenen Zweifel an der Innovationskraft zerstreuen kann, wird maßgeblich vom Erfolg der kommenden Hardware-Generation abhängen.

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