Apple Aktie: Smith übernimmt M&A-Leitung
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 06:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Technologiekonzern Apple ordnet zentrale Schaltstellen in seinem Management neu. Wie interne Mitteilungen und Medienberichte von Nachrichtenagenturen wie Bloomberg und Reuters zeigen, übernimmt Steve Smith die Leitung für Fusionen und Übernahmen sowie die Unternehmensentwicklung. Mit dieser Ernennung kehrt das M&A-Team erstmals seit 2019 wieder direkt in das Ressort von Finanzvorstand Kevan Parekh zurück.
Smith folgt auf Adrian Perica, der den Bereich über ein Jahrzehnt verantwortete und seit mehr als 17 Jahren im Konzern tätig ist. Perica wechselt nun vollständig in das Führungsteam der Dienstleistungssparte unter der Leitung von Eddy Cue. Dort behält er die Aufsicht über Angebote wie iCloud, Fitness+ sowie Apple News, die er bereits seit 2023 betreut.
Weichenstellungen im margenstarken Dienstleistungssektor
Die Personalrochade reicht über den Transaktionsbereich hinaus. Carson Oliver steigt zum Vizepräsidenten für den App Store auf und berichtet ebenfalls an Cue, nachdem sich Phil Schiller Ende August zurückgezogen hatte.
Zugleich steht im laufenden Monat der Abschied von Jennifer Bailey bevor, die das Geschäft rund um Apple Pay und Wallet leitete; eine Nachfolge steht noch aus. In Unternehmenskreisen gelten Perica und Apple-Music-Chef Oliver Schusser als potenzielle Kandidaten für spätere Führungsaufgaben im gesamten Service-Bereich.
Dieser Umbau fällt in eine Phase veränderter finanzieller Rahmenbedingungen. Finanzchef Parekh hatte im Mai die 2018 eingeführte Net-Cash-Neutral-Politik beendet, wobei der Konzern zuletzt eine Nettoliquidität von rund 54 Milliarden US-Dollar hielt.
Während historische Großtransaktionen wie die Übernahme von Beats für 3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014 selten blieben, verhandelt die M&A-Abteilung neben Akquisitionen auch strategische Kooperationen, darunter die ChatGPT-Integration sowie das Partnerschaftsabkommen mit Google.
Analysten blicken auf Kosten und Margen
An der Börse notierte das Papier gestern zum Handelsschluss bei 303,60 Euro, womit die Aktie nur noch 0,3 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 304,60 Euro liegt.
Auf Analystenseite ruft die jüngste Entwicklung differenzierte Reaktionen hervor.
Analyst Erik Woodring hob die Umsatzprognosen angesichts solider Hardware-Auslieferungen und Preisgestaltung bei den Dienstleistungen zwar an, senkte jedoch die Gewinnerwartungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr.
Als Begründung führte Woodring geringer als veranschlagte Preiserhöhungen bei den Pro-Geräten sowie spürbar steigende Kosten für Speicherbausteine an, die die Bruttomargen belasten dürften. Das Bankhaus UBS hatte seine neutrale Haltung am 6. Oktober mit einem Kursziel von 296 US-Dollar bekräftigt.
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