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Apple Aktie: Speicherkosten explodieren um 38 Prozent

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 12:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple steht vor einem Umbruch: CEO-Wechsel, iPhone-18-Launch und steigende Speicherkosten setzen die Margen unter Druck.

Apple-Aktie: CEO-Wechsel, iPhone 18 Launch und Margendruck
Modernes Rechenzentrum mit leuchtenden Server-Racks als Symbol für steigende Speicherkosten und IT-Infrastruktur. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Apple-Aktie verzeichnet am heutigen Montag einen leichten Zuwachs von 0,4 % auf 266,05 €. Damit festigt das Papier seine Performance seit Jahresbeginn, die aktuell bei einem Plus von 15 % liegt. Während der Konzern an der Börse eine stabile Tendenz zeigt, bereitet sich das Management auf eine der bedeutendsten Wochen der jüngeren Firmengeschichte vor.

Am kommenden Montag, dem 31. August, wird Tim Cook sein Amt als CEO niederlegen, bevor John Ternus am 1. September die Leitung übernimmt. Dieser Wechsel fällt in eine Phase, in der Apple vor weitreichenden Hardware-Entscheidungen und einem deutlichen Kostendruck steht.

Neue Hardware-Generation und faltbare Ambitionen

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht der für den 9. September erwartete Launch der iPhone-18-Serie. Berichten zufolge soll das iPhone 18 Pro mit dem neuen A20 Pro Chip ausgestattet sein, der auf einer 2-Nanometer-Technologie von TSMC basiert.

Dieser Chip verspricht eine Steigerung der Geschwindigkeit um 18 % bei einer gleichzeitigen Verbesserung der Effizienz um 30 %. Zu den technischen Neuerungen gehören zudem eine variable Blendenöffnung für die Kamera und ein deutlich verkleinertes „Dynamic Island“.

Parallel dazu verdichten sich die Hinweise auf das erste faltbare Modell des Konzerns, das unter dem Namen iPhone Ultra geführt werden könnte. Tester beschreiben das Gerät mit einem 7,6 Zoll großen Innendisplay und einer Gehäusedicke von lediglich 4,5 Millimetern. Das faltbare Smartphone soll über einen robusten Scharniermechanismus verfügen, verzichtet jedoch mutmaßlich auf Face ID zugunsten eines Touch-ID-Sensors. Preislich dürfte dieses neue Segment eine deutliche Hürde darstellen: Schätzungen gehen von einem Einstiegspreis von mindestens 2.000 Dollar aus.

Die RAM-Krise als Margenrisiko

Trotz der technischen Innovationen sieht sich Apple mit massiven Kostensteigerungen in der Lieferkette konfrontiert. Die Preise für Speicherbausteine wie DRAM und NAND sind weltweit explodiert.

Laut Marktdaten von TrendForce machen Speichermodule im dritten Quartal 2026 rund 34 % der gesamten Komponentenkosten eines iPhones aus, während dieser Anteil im Vorjahr noch bei 10 % lag. Insgesamt könnten die Kosten für die Bauteile des iPhone 18 Pro um 38 % höher ausfallen als beim Vorgängermodell.

Diese Entwicklung setzt die Gewinnmargen unter Druck. Branchenexperten wie Mark Gurman von Bloomberg halten Preiserhöhungen für nahezu unvermeidlich, nachdem Apple bereits vor zwei Monaten die Preise für iPads und Macs um durchschnittlich 23 % angehoben hat. Das iPhone 18 Pro könnte demnach bei einem Startpreis von 1.199 Dollar liegen, was einer Steigerung von etwa 9 % entspräche.

Um die Abhängigkeit von globalen Preisschwankungen zu verringern, testet Apple Berichten zufolge derzeit Speicherkomponenten chinesischer Hersteller für Produkte, die innerhalb Chinas verkauft werden.

Finanzielle Bilanz und Analystenstimmen

Der bevorstehende CEO-Wechsel markiert das Ende einer Ära, in der Apple seinen Marktwert massiv steigern konnte. Unter Tim Cook wuchs die Marktkapitalisierung von rund 350 Milliarden Dollar auf zuletzt über 4,5 Billionen Dollar an.

Allein im Geschäftsjahr 2025 zahlte das Unternehmen weltweit 43 Milliarden Dollar an Ertragssteuern, wobei rund 17 Milliarden Dollar auf Irland entfielen. In dieser Summe ist die gerichtlich angeordnete Steuernachzahlung in Höhe von 13 Milliarden Euro enthalten.

An der Börse wird die Aktie derzeit mit einem gewissen Sicherheitsabschlag gehandelt; sie notiert 1,8 % unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Die Analysten von Bank of America bleiben jedoch optimistisch und bestätigen ihr Kaufurteil mit einem Kursziel von 380 Dollar. Sie verweisen auf die starke Cashflow-Generierung und die fortgesetzten Aktienrückkäufe.

Im Gegensatz dazu zeigt sich das Analysehaus Jefferies deutlich vorsichtiger und stuft den Wert mit einem Kursziel von 263,66 Dollar ein, was die Skepsis hinsichtlich der kurzfristigen Margenentwicklung widerspiegelt.

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